„Kooperation beseitigt Barrieren“: Erweitertes Angebot für mobilitätseingeschränkte Menschen bei der Ammertalbahn
Landrat Joachim Walter: "Barrierefreiheit ist wichtiger Baustein für Teilhabe im Landkreis Tübingen"
Ab dem Jahr 2012 gibt es im Landkreis Tübingen ein erweitertes Angebot für mobilitätseingeschränkte Menschen, die mit der Ammertalbahn reisen möchten:
In Zukunft können sich Rollstuhlfahrer auf der Strecke Tübingen - Herrenberg durch ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahnhofsmission begleiten lassen. Mit Hilfe einer transportablen Rampe wird der Ein- und Ausstieg aus dem Zug erheblich einfacher und sicherer für die Reisenden. Möglich ist dies dank einer Kooperation zwischen der Bahnhofsmission und dem Zweckverband Ammertalbahn
Bereits seit 2008 führte der Zweckverband Ammertalbahn intensive Gespräche mit den Partnern der Deutschen Bahn und der Regionalverkehr Alb-Bodensee GmbH (RAB) sowie mit dem Kreisbehindertenbeauftragten Willi Rudolf. Ziel der Gespräche war die Entwicklung von Einstiegshilfen als Baustein eines Programms zur Herstellung von Barrierefreiheit bei der Ammertalbahn.
Zwischenzeitlich seien viele Möglichkeiten geprüft worden, erläutert Dieter Braun, Geschäftsführer des Zweckverbands Ammertalbahn. Insbesondere habe der Sicherheitsaspekt bei den Überlegungen eine zentrale Rolle gespielt.
Für Landrat Joachim Walter, Vorsitzender des Zweckverbands Ammertalbahn, bietet dieses Angebot Menschen mit Behinderung und mobilitätseingeschränkten Menschen "zusätzliche Möglichkeiten, im Landkreis Tübingen und darüber hinaus sicherer voranzukommen". Das Thema sei darüber hinaus auch für den Tourismus von großer Bedeutung, denn Urlaub und Reisen sollten auch für Menschen mit Behinderung zum normalen Alltag gehören, um eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen: "Der Landkreis Tübingen setzt alles daran, den barrierefreien Tourismus auch in unserer Region weiter zu fördern und zu unterstützen. Das neue Angebot bei der Ammertalbahn leistet hierzu einen wichtigen Beitrag", so Walter.
Für die Bahnhofsmission stehe im Zusammenhang mit dem erweiterten Angebot die Gewinnung von zusätzlichem, ehrenamtlich tätigem Personal im Vordergrund, so Sylvia Takacs von der Bahnhofsmission Tübingen: "Wir würden uns freuen, wenn es gelingen könnte, Menschen für diese schöne Aufgabe zu begeistern".
Bislang steht für das erweiterte Angebot eine Klapprampe zur Verfügung. Je nach Bedarf wird der Zweckverband Ammertalbahn weitere Rampen beschaffen.
Weiterführende Informationen
Der Begleitservice ist für die mobilitätseingeschränkten Menschen kostenlos und sollte möglichst einen Tag vor der geplanten Fahrt angemeldet werden unter Telefon: 07071-33556. Die Anmeldung ist auch online durchgeführt werden. Das entsprechende Formular steht unter folgendem Link zur Verfügung:
Online Anmeldung für Hilfe auf Reisen Tübingen
Informationen zu weiteren Angeboten der Bahnhofsmission erhalten Sie auf deren Website, die Sie über folgenden Link erreichen:



