Wohnen

Hier finden Sie wichtige Informationen zur Flüchtlingsunterbringung im Landkreis Tübingen.

Bei der Flüchtlingsunterbringung wird zwischen der vorläufigen Unterbringung und der Anschlussunterbringung unterschieden.



Die vorläufige Unterbringung

Die vorläufige Unterbringung

Die Flüchtlinge werden nach ihrer Ankunft im Landkreis vorläufig in Gebäuden oder Wohnungen untergebracht.
Nach dem seit dem 01.01.2014 geltenden Flüchtlingsaufnahmegesetz (FlüAG) sollen jedem Flüchtling in der vorläufigen Unterbringung durchschnittlich 7 qm Wohn- und Schlaffläche zur Verfügung stehen.
Bis zum 01.01.2018 gibt es eine Übergangsfrist. Während dieser Zeit stehen jeder Person durchschnittlich 4,5 qm Wohn- und Schlaffläche zur Verfügung. Die vorläufigen Unterkünfte werden vom Landkreis betreut, der u.a. dafür sorgt dass Strom, Wasser, Satelliten-Fernsehanschluss, Heizung und die sanitären Anlagen funktionieren, Toilettenbürsten vorhanden sind und die Sicherheits- und Brandschutzanforderungen erfüllt sind (z.B. durch das Bereitstellen von Feuerlöschern und der Installation der Rauchmelder und der Notruf-Verbindung).Die Briefkästen werden beschriftet und die wichtigsten Telefonnummern (Notfallnummern, Hausmeister, zuständiger Sozialarbeiter) sowie die Hausordnung ausgehängt. Da den meisten neuen Bewohnern die deutsche Mülltrennung unbekannt ist, werden zunächst nur Restmülltonnen aufgestellt.

Die Zeit in der vorläufigen Unterkunft ist für die Flüchtlinge beschränkt. Die Verpflichtung, in der vorläufigen Unterbringung zu wohnen, endet laut dem Flüchtlingsaufnahmegesetz (FlüAG § 9 Abs. 1) mit:

  • der rechtskräftigen Ablehnung des Asylantrags bzw. des Folgeantrags
  • der Erteilung eines Aufenthaltstitels oder der Anerkennung als Asylberechtigte
  • 24 Monate nach Aufnahme in den Landkreis

Dann müssen die Flüchtlinge aus der bisherigen vorläufigen Unterkunft ausziehen und müssen einerseits den Umzug organisieren und andererseits die Entsorgung aller Dinge, die sie nicht mitnehmen möchten.
Die meisten von uns wissen, wie anstrengend ein Umzug ist und wenn die Flüchtlinge das möchten, kann die Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer eine große Entlastung in dieser Situation sein.


Die Anschlussunterbringung

Die Anschlussunterbringung

Wenn die Flüchtlinge die vorläufige Unterbringung aus den oben genannten Gründen verlassen und in die Anschlussunterbringung umziehen müssen, werden sie darüber in einem Bescheid informiert.
Wer eine Aufenthaltserlaubnis (AE) erhält, hat sechs Wochen Zeit hat, sich auf dem freien Wohnungsmarkt eine private Wohnung zu suchen. Wenn diese Frist abgelaufen ist und keine Wohnung gefunden wird, kommen diese Personen in die Anschlussunterbringung. In Absprache mit den jeweiligen Gemeinden teilt das Landratsamt die betreffenden Personen zu (§ 18 Abs. 2 FlüAG). Die Gemeinden sind zuständig für die Anschlussunterbringung und deren Ausstattung. Die Wünsche der Flüchtlinge hinsichtlich des neuen Wohnortes werden im Rahmen der Möglichkeiten berücksichtigt. Jedoch kann nicht immer gewährleistet werden, dass die die Anschlussunterbringung im selben Ort erfolgt, wie die vorläufige Unterbringung.