Natura2000

Natura2000 ist der Name für eine europaweite Schutzgebietskonzeption. Vogelschutzgebiete und FFH-Gebiete (Flora-Fauna-Habitat) bilden die beiden Säulen dieser Konzeption. Die Umsetzung in nationales Recht (Naturschutzgebiete, Bannwälder, Rechtsverordnungen zur Ausweisung parzellenscharf abgegrenzter Vogelschutz- und FFH-Gebiete) ist für alle Vertragsstaaten Pflicht. Zahlen und Fakten:


FFH-Richtlinie

Anhang I => 231 zu schützende Lebensraumtypen in der EU - davon
91 Lebensraumtypen in Deutschland

53 in Baden-Württemberg
 
Anhang II => 900 gefährdete Tier- und Pflanzenarten in der EU - davon
133 Arten in Deutschland

48 Tier- und 12 Pflanzenarten in Baden-Württemberg
 

Vogelschutzrichtlinie
 
Anhang I => 190 schutzbedürftige Vogelarten in der EU – davon brüten
85 Vogelarten regelmäßig in Deutschland,

39 in Baden-Württemberg.
 
Darüber hinaus brüten, rasten oder überwintern
36 bedrohte Zugvogelarten regelmäßig in Baden-Württemberg.
 

Natura2000 in Baden-Württemberg
 
426.000 ha in 260 FFH-Gebieten

396.000 ha in 90 Vogelschutzgebieten (VSG)

191.000 ha Überlagerung FFH / VSG
 
630.000 ha Nettofläche Natura2000 = 17,3% der Landesfläche


Natura2000 im LK Tübingen

13.061 ha in 23 FFH-Gebieten

13.708 ha in 11 Vogelschutzgebieten (VSG)

10.828 ha Überlagerung FFH / VSG
 
15.941 ha Nettofläche Natura2000 = 30,71 % der Landkreisfläche

Naturschutz insgesamt (LSG, NSG, FND, Natura2000) 23.280 ha = 44,84% der Landkreisfläche

 
Deutschland ist europarechtlich verpflichtet, auf allen Ebenen des Verwaltungshandelns Schutz- und Entwicklungsziele der ausgewiesenen Natura2000-Gebiete zu beachten und den "guten Zustand" dieser Gebiete langfristig zu erhalten. Bau/Planvorhaben und sonstige Projekte, welche diesen Zielen schaden könnten, müssen sich einer Verträglichkeitsprüfung unterziehen. Um die Verhältnismäßigkeit zu wahren, genügt auf der ersten Stufe (frühes Planungsstadium, Betroffenheit unklar) eine Vorprüfung, bei der die betroffene Arten und Lebensräume sowie mögliche Auswirkungen hinreichend genau abgeschätzt, aber noch nicht detailliert untersucht werden.

So wichtig der präventive Schutz auch sein mag. Genauso wichtig sind extensiv wirtschaftende Grünlandbetriebe. Ohne deren Bewirtschaftung würde das Landschaftsbild verarmen, der Wald vorrücken und die Artenvielfalt drastisch abnehmen.

  
 

Naturschutz

Kontakt und Sprechzeiten

Alle Büros des Aufgabengebiets befinden sich im Erweiterungsbau des Landratsamtes (Bauteil D), Wilhelm-Keil-Str. 50, 72070 Tübingen.“

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