Refugee's homelands – Einblicke in die Herkunftsländer von Flüchtlingen. Vortrag am Donnerstag, 23. Februar 2017 im Landratsamt Tübingen​

Derzeit dauern Kämpfe um die Oasenstadt Palmyra in Syrien an. Seit Mai 2015 ist von vielen Morden, Kriegstoten und Zerstörungen in dieser Stadt zu hören und zu lesen. Gezielten Angriffen war auch das einzigartige Weltkulturerbe Palmyras ausgesetzt.

Der syrische Archäologe Abdul baset Kannawi, der selbst für den Schutz und Erhalt der archäologischen Stätte Palmyra zuständig war, floh vor wenigen Monaten nach Deutschland, er lebt jetzt in Tübingen. Am Donnerstag, 23. Februar 2017 berichtet Abdul baset Kannawi um 18.30 Uhr im Kleinen Sitzungssaal des Landratsamts über das weltweit einzigartige kulturelle Erbe Palmyras und die aktuellen Verhältnisse dort. Im Mittelpunkt des Abends steht die historische Bedeutung der Oasenstadt Palmyra und ihre beiden Zerstörungen. Für die Übertragung in englische und deutsche Sprache sorgen der Referent, Samira Knaneh von TÜnews-international  und der Historiker Wolfgang Sannwald. 
Der Eintritt ist frei, um Anmeldung unter kultur@kreis-tuebingen.de wird gebeten.
 
Hintergrund:
Die UNESCO hat das Weltkulturerbe Palmyra auf die rote Liste des gefährdeten Welterbes gesetzt. Wasser aus Quellen wie „Efka“ bildet seit Jahrhunderten die Grundlage für eine ausgedehnte Bewässerungswirtschaft im Umland der Stadt, die von Wüste umgeben ist.  Mehrere Jahrhunderte lang verhalf der Stadt ihre Dominanz über die Handelsstraße von Damaskus zum Euphrat zu noch heute sichtbarem Wohlstand. Bedeutende Tempel, Grabanlagen und weitere Kulturgüter, die zwei Jahrtausende überdauert haben, wurden in den letzten beiden Jahren absichtsvoll zerstört.
 

  
 

Landkreis Tübingen

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