Kultur im Landratsamt Tübingen

Veranstaltungen

Ausstellungseröffnung: WAHRvergangenHEIT - Die schwierige Erinnerung an den Nationalsozialismus und das Recht auf Wahrheit – So, 27.01.2019 um 20.00 Uhr
Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen gehören zur jüngeren deutschen Geschichte. Wie die deutsche Gesellschaft nach 1945 mit diesen  Menschenrechtsverbrechen rückblickend umging, hat eine aus Schülern und Lehrern des Tübinger Wildermuth-Gymnasiums bestehende Arbeitsgruppe in einer Ausstellung erarbeitet. Aus Anlass des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar 2019 wird die Ausstellung mit besonderem Rahmenprogramm in der Glashalle des Landratsamts eröffnet.
 
Die Veranstaltung ist eintrittsfrei und ist in der Glashalle des Landratsamtes Tübingen statt, Wilhelm-Keil-Str. 50, 72072 Tübingen. Um formlose Anmeldung unter kultur@kreis-tuebingen.de wird gebeten.
Vortrag Wolfgang Sannwald: Schwierig erinnert in Tübingen – Do, 31.01.2019 um 18.30 Uhr
Das Erinnern an die Jahre 1933 bis 1945 steht im Mittelpunkt der deutschen und der Tübinger Erinnerungskultur. Kreisarchivar Prof. Wolfgang Sannwald systematisiert aufgrund eigener Forschungen den Gang dieser örtlichen Erinnerungskultur von 1945 bis zur Gegenwart. Er geht dabei anhand zentraler Örtlichkeiten wie der Stiftskirchenmauer, der Münzgasse und der Neuen Aula Akteuren und Perioden des Erinnerns nach. In der Stadtgesellschaft setzte Mitte der 1970-er Jahre eine Umorientierung von einer Abwehrhaltung hin zu einer kritischen Aufarbeitung der NS-Vergangenheit ein. Seit der Wende zum 21. Jahrhundert kam es zu einem deutlichen Akteurswechsel und einem Phänomen, das man als Partikularisierung der Erinnerungskultur beschreiben kann.
 
Der Vortrag ist Teil des Begleitprogrammes der Ausstellung „WAHRvergangenHEIT - Die schwierige Erinnerung an den Nationalsozialismus und das Recht auf Wahrheit“.
Die Veranstaltung ist eintrittsfrei und ist in der Glashalle des Landratsamtes Tübingen statt, Wilhelm-Keil-Str. 50, 72072 Tübingen. Um formlose Anmeldung unter kultur@kreis-tuebingen.de wird gebeten.
Vortrag und Interview mit Jugendlichen, Dr. Axel Smend: Der deutsche Widerstand und die Bedeutung des Erinnerns – Do, 07.02.2019 um 20.00 Uhr

 
Axel Smend, Sohn von Günther Smend, der zum militärischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus gehörte, ist Vorsitzender des Kuratoriums der „Stiftung 20. Juli 1944“. Smend zeigt Kernbotschaften des deutschen Widerstands und deren Bedeutung für heute auf.
 
Der Vortrag ist Teil des Begleitprogrammes der Ausstellung „WAHRvergangenHEIT - Die schwierige Erinnerung an den Nationalsozialismus und das Recht auf Wahrheit“.
Die Veranstaltung ist eintrittsfrei und ist in der Glashalle des Landratsamtes Tübingen statt, Wilhelm-Keil-Str. 50, 72072 Tübingen. Um formlose Anmeldung unter kultur@kreis-tuebingen.de wird gebeten.
Vortrag Karl Kleinbach: Aufgeworfen und untergepflügt: Erkundungen im Geländegedächtnis – Di, 19.02.2019 um 18:30 Uhr

 
Aufgeworfen und untergepflügt: Ölschieferwerk und Arbeitslager Dusslingen im Geländegedächtnis ...
Während des Zweiten Weltkriegs versuchte das Deutsche Reich seit 1944 unter anderem bei Dußlingen, Gomaringen und Nehren Treibstoff aus Ölschiefergestein zu gewinnen. Für den Aufbau der erforderlichen Industrieanlage wurden KZ-Häftlinge eingesetzt. Kleinfunde der Schieferölgewinnung  kommen immer wieder durch landwirtschaftliche Nutzung des Geländes ans Tageslicht. Seit 2015 sammelt und dokumentiert Karl Kleinbach aus Bisingen solche Pflugfunde. In seinem Vortrag stellt er aktuelle Ergebnisse von Begehungen in Dußlingen erstmals öffentlich vor.
 
Der Vortrag ist Teil des Begleitprogrammes der Ausstellung „WAHRvergangenHEIT - Die schwierige Erinnerung an den Nationalsozialismus und das Recht auf Wahrheit“.
Die Veranstaltung ist eintrittsfrei und ist in der Glashalle des Landratsamtes Tübingen statt, Wilhelm-Keil-Str. 50, 72072 Tübingen. Um formlose Anmeldung unter kultur@kreis-tuebingen.de wird gebeten.
Vortrag Aleida Assmann: Das neue Unbehagen an der Erinnerungskultur – Do, 21.02.2019 um 18:30 Uhr

 
Die renommierte Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann beschäftigt sich in ihren Publikationen seit  Jahren mit Formen der Erinnerungskultur und deren Bedeutung für Europa sowie für die  Menschenrechte. In ihrem Vortrag reflektiert sie neue Formen des Unbehagens an der historisch-politischen Aufarbeitung nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europäischen Ländern.
 
Der Vortrag ist Teil des Begleitprogrammes der Ausstellung „WAHRvergangenHEIT - Die schwierige Erinnerung an den Nationalsozialismus und das Recht auf Wahrheit“.
Die Veranstaltung ist eintrittsfrei und ist in der Glashalle des Landratsamtes Tübingen statt, Wilhelm-Keil-Str. 50, 72072 Tübingen. Um formlose Anmeldung unter kultur@kreis-tuebingen.de wird gebeten.
Vortrag Michael Jaesrich: Lilli Zapf und Tübingen – Do, 28.02.2019 um 18:30 Uhr

 
Die Forschungen der Tübingerin Lilli Zapf und ihr Buch „Die Tübinger Juden“ 1974 sind ein Meilenstein in der Tübinger Erinnerungskultur. Zapf stand zunächst als Einzelakteurin am Beginn des Aufarbeitungsprozesses von NS-Verbrechen in der Universitätsstadt. Der Historiker Michael Jaesrich hat Lilli Zapf eine eigenständige Untersuchung gewidmet. Er befasst sich mit den die Beweggründen Lilli Zapfs, sich so intensiv mit den Schicksal der vertriebenen und ermordeten Tübinger Juden zu beschäftigen.
 
Der Vortrag ist Teil des Begleitprogrammes der Ausstellung „WAHRvergangenHEIT - Die schwierige Erinnerung an den Nationalsozialismus und das Recht auf Wahrheit“.
Die Veranstaltung ist eintrittsfrei und ist in der Glashalle des Landratsamtes Tübingen statt, Wilhelm-Keil-Str. 50, 72072 Tübingen. Um formlose Anmeldung unter kultur@kreis-tuebingen.de wird gebeten.
  
 

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