Netzwerk DEMENZ mit neuem Veranstaltungsprogramm

Tübingen. 30 Partnerorganisationen bilden das Netzwerk DEMENZ und bieten jetzt im dritten Jahr in Folge ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm an. Damit wollen die Akteure Betroffene und ihre Angehörigen ermutigen, über den Umgang mit Demenz zu sprechen, unter die Leute zu gehen und Kontakte zu pflegen. Darüber hinaus geht es um Information und Aufklärung, aber auch um Prävention. Alle Veranstaltungen für 2017 sind jetzt im Internet und in einer neuen Broschüre aufgelistet.

„Besonders beliebt sind beispielsweise die Seelenbalsam-Konzerte mit der Reutlinger Philharmonie“, erläutert Barbara Kley, Seniorenbeauftragte der Stadt und 2014 Initiatorin des Netzwerkes. „Auch das Tanzcafé Alois ist immer gut besucht von Menschen mit und ohne Demenz, ebenso wie die Vorträge im Lebensphasenhaus und die konkreten Beratungsangebote der Netzwerkpartner.“ Barbara Kley freut sich, dass auch der Landkreis mit vielen Veranstaltungen im Netzwerk vertreten ist. Schon 2015 gab es 20 Veranstaltungen in Tübingen und acht im Landkreis mit insgesamt rund 1.000 Besucherinnen und Besuchern.
 
„Das Thema Demenz ist mit Hilfe des Netzwerkes ein Stück weit mehr in der Mitte der Gesellschaft angekommen“, betont Dr. Christine Arbogast, Erste Bürgermeisterin der Universitätsstadt. „Das ist eine sehr schöne Entwicklung, die uns ermutigt hat, beim Land Baden-Württemberg weitere Fördergelder zu beantragen.“ Mit Erfolg: Das Land hat für 2016 und 2017 mehr als 30.000 Euro zugesagt. So umfasste das Programm 2016 bereits rund 40 Veranstaltungen. Dieses Jahr steigt die Zahl auf rund 56 verschiedene Angebote und Veranstaltungsreihen.
 
Zu den Höhepunkten 2017 gehören die Aktionen zum Weltalzheimertag im September. Dort gibt es neben Fachvorträgen auch schwäbisches Kabarett sowie ein oberschwäbisches Kleinkunst- und Bläserquartett.
 
Für Ulrike Dimmler-Trumpp, Sozialdezernentin des Landkreises Tübingen, leistet das Netzwerk „einen wichtigen Beitrag dazu, dass im Landkreis Tübingen über Demenz gesprochen wird“. Das Netzwerk trage ganz wesentlich dazu bei, Vorurteile in der Gesellschaft abzubauen und für Verständnis zu sorgen, vor allem aber betroffene Menschen und ihre Angehörigen zu unterstützen und zu entlasten. „Diese Arbeit kann nicht hoch genug eingeschätzt werden“, so Dimmler-Trumpp.
 
Im Netzwerk DEMENZ arbeiten Akteure aus den Bereichen Pflege, Soziale Arbeit, Medizin, Wissenschaft, Bildung, Zivilgesellschaft und Kommunalverwaltung zusammen. Die Projekte des Netzwerkes haben das Ziel, die gesellschaftliche Teilhabe am Leben von Menschen mit Demenz zu ermöglichen. Die Unterstützungs- und Präventionsangebote werden mit Hilfe des Netzwerkes ausgebaut; ehrenamtliche Helferinnen und Helfer werden geschult. Das Netzwerk Demenz wird getragen von der Universitätsstadt Tübingen und dem Landkreis Tübingen.
 
Die 80seitige Broschüre gibt es ab sofort im Landratsamt, bei den Bürgermeisterämtern und bei zahlreichen Kooperationspartnern. Im Internet kann man eine Datenbank durchsuchen oder die Broschüre herunterladen. Die Adresse lautet www.netz-demenz.de. Auf Wunsch kann das Programm auch kostenfrei zugeschickt werden (beim Landratsamt telefonisch unter 07071 207-2064, E-Mail N.Kuester@kreis-tuebingen.de oder bei der Stadt unter der Telefonnummer 07071 204-1444, E-Mail barbara.kley@tuebingen.de).
 

  
 

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