Lilli-Zapf-Tag am 27.01.2018 im Landratsamt Tübingen

Zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus am Samstag, 27. Januar 2018 veranstaltet der Landkreis Tübingen den „Lilli-Zapf-Tag“. Ab 18:30 Uhr geht es in der Glashalle des Landratsamtes um unmittelbare Bezüge zwischen Tübingen und Auschwitz 1942 und heute. Jugendguides, die Lehrerin Hannah Beck von der Geschwister-Scholl-Schule Tübingen und Kreisarchivar Wolfgang Sannwald werden einerseits der Opfer aus Tübingen gedenken, andererseits werden sie Täter von hier benennen, deren Verbrechen in Zusammenhang mit dem Konzentrationslager stehen.

Foto: Sannwald.

Einen Schwerpunkt des Abends bilden Erlebnisse von Jugendguides an der Geschwister-Scholl-Schule Tübingen, die 2017 an einem Austausch von KulturGUT und Landratsamt mit polnischen Schülerinnen und Schülern teilnahmen. Sie und die polnische Historikerin Karolina Bellina erläutern ihre Eindrücke vom Stellenwert des Holocaust in der polnischen Erinnerungskultur anhand einer Bildpräsentation. An dem Abend übereicht zudem Landrat Joachim Walter den Jugendguides, die ihre Qualifizierung 2017 abgeschlossen haben, ihr Zertifikat. Die Veranstaltung gehört zum Begleitprogramm der Ausstellung „Jugend im Gleichschritt …“, die noch bis zum 16. März 2018 als Kooperation von Landkreis und Stadt Tübingen im Landratsamt Tübingen zu sehen ist. Am 27. Januar werden Jugendguides um 15:00 Uhr und 16:30 Uhr durch die Ausstellung führen.
 
„Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“ So begründete Bundespräsident Roman Herzog 1996 die Proklamation des 27. Januar zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Am 27. Januar 1945 erreichten Soldaten der Roten Armee das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau und befreiten dort die Überlebenden.
 
Die Veranstaltung ist kostenfrei. Um Anmeldung unter kultur@kreis-tuebingen.de oder 07071/2075203 wird gebeten.
                                                                                                                      

  
 

Landkreis Tübingen

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