Die Abteilung Gesundheit im Landratsamt Tübingen rät: Impfschutz bei Kindern und Erwachsenen jetzt überprüfen lassen

Anlässlich der Europäischen Impfwoche (23.-29. April 2018) die unter dem Motto „Vorbeugen. Schützen. Impfen.“ steht, möchte die Abteilung Gesundheit des Landratsamts Tübingen das Bewusstsein der Bevölkerung für die Bedeutung von Impfmaßnahmen für die Gesundheit stärken. Impfstoffe bieten Schutz in jedem Alter und bewahren den Einzelnen sowie Menschen im Umfeld vor ernsthaften und potenziell tödlichen Krankheiten. Insbesondere bei der Masernimpfung sieht die Abteilung noch Nachbesserungsbedarf. Für eine dauerhafte Ausrottung von Masern müssen mehr als 95 Prozent aller Kinder und Jugendlicher mindestens zwei Masernimpfungen erhalten. In Baden-Württemberg haben aktuell 89,1 Prozent der vier- bis fünfjährigen Kinder mindestens zwei Masernimpfungen erhalten. Im Landkreis Tübingen lag im Vergleich die Impfquote für zwei oder mehr Masernimpfungen bei den vier- bis fünfjährigen Kindern bei 87,3 Prozent. Insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene – aber auch Kinder - sind zumeist nicht ausreichend gegen Masern geimpft. In den vergangenen waren Jahren rund die Hälfte aller in Baden-Württemberg an Masern erkrankten Personen über 15 Jahre alt.

Auch der Schutz gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) lag im Landkreis mit 92 Prozent für drei Impfungen unter dem Landesdurchschnitt mit 93,1 Prozent, wobei Baden-Württemberg damit unter den Bundesländern die niedrigste Impfquote aufweist. Europa ist von der WHO als poliofrei zertifiziert worden. Mit einer Durchimpfungsquote von 95 Prozent bei mindestens drei Impfungen wird ein ausreichender Schutz der Bevölkerung angenommen, um eine Ausbreitung durch Wiedereinschleppung von Polioviren weitgehend zu verhindern und damit zum Ziel der weltweiten Ausrottung beizutragen.
 
Die Abteilung Gesundheit im Landratsamt Tübingen rät allen Eltern, bei ihren Kindern den Impfschutz gegen Masern, aber auch gegen Röteln, Meningokokken und Poliomyelitis überprüfen und vervollständigen zu lassen. Darüber hinaus sollten auch Erwachsene insbesondere ab dem Jahrgang 1970 die Gelegenheit nutzen, ihren Masern-Impfschutz beim Hausarzt überprüfen und verpasste Impfungen ergänzen zu lassen. Der Impfstatus sollte den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) entsprechen. Informationen zu den Schutzimpfungen erteilen die Haus- und Kinderärzte. Auch die Ärzte der Abteilung Gesundheit im Landratsamt Tübingen beraten zu diesem Thema (Tel. 07071 207 3301)

  
 

Landkreis Tübingen

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