Ausstellungseröffnung „WAHRvergangenHEIT – Die schwierige Erinnerung an den Nationalsozialismus und das Recht auf Wahrheit mit Verleihung des Lilli-Zapf-Preises und Zertifizierung der „Jugendguides“ am Sonntag, 27. Januar 2019 um 20 Uhr im Landratsamt Tübingen

Schüler und Lehrer des Tübinger Wildermuth-Gymnasiums haben in einer Arbeitsgruppe eine Ausstellung mit dem Titel „WAHRvergangenHEIT“ erarbeitet. Die Ausstellung besteht aus Wandzeitungen, I-Pad-Stationen, Foto- und Plakatwänden, welche die schwierige Erinnerung an den Nationalsozialismus und das Recht auf Wahrheit und insbesondere den Umgang der deutschen Gesellschaft nach 1945 mit Menschenrechtsverbrechen in den Fokus stellen.

Zum Holocaust-Gedenktag wird die Ausstellung am Sonntag, 27. Januar 2019 um 20 Uhr in der Glashalle des Tübinger Landratsamts eröffnet. Nach einer Begrüßung durch Landrat Joachim Walter berichten Schüler von ihren Erfahrungen im Rahmen eines deutsch-argentinischen Austauschprojekts zum Thema Menschenrechte. Am Ende der Ausstellung erfolgt die Verleihung des Lilli-Zapf-Preises. Darüber hinaus erhalten 16 Jugendliche, die im vergangenen Jahr eine Qualifizierung als Jugendguides absolviert haben, ihre Zertifikate überreicht. Wolfgang Sannwald moderiert den Abend.
 
Bei der Jugendguides-Qualifizierung durch den Landkreis Tübingen und KulturGUT e.V. setzen sich Jugendliche und junge Erwachsene mit NS-Verbrechen vor Ort auseinander und qualifizieren sich als Begleiter zu Orten des Erinnerns an NS-Verbrechen. Zu der mindestens 40-stündigen Qualifizierung gehören Exkursionen zum ehemaligen Konzentrationslager Natzweiler-Struthof und zu regionalen Gedenkstätten, bei denen die jungen Erwachsenen Kompetenzen zur Vermittlung von Wissen und Erinnerung erwerben
 Die Veranstaltung ist kostenfrei. Um formlose Anmeldung unter kultur@kreis-tuebingen.de wird gebeten. Anmeldungen für die Jugendguides-Qualifizierung 2019 sind ab sofort möglich. Weitere Informationen unter www.jugendguides.de  
Die Ausstellung „WAHRvergangenHEIT“ ist vom 21. Januar bis zum 11. März 2019 in der Glashalle des Landratsamts zu sehen.
 
Zum Thema selbst veranstaltet der Landkreis Tübingen im Januar und Februar 2019 ein umfangreiches Begleitprogramm, unter anderem mit einem Vortrag von Aleida Assmann am Donnerstag, 21. Februar 2019 „Das neue Unbehagen an der Erinnerungskultur“.
Alle Infos und Termine gibt es unter www.kreis-tuebingen.de

  
 

Landkreis Tübingen

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