Zensus 2011

Die Europäische Union hat alle Mitgliedsstaaten für das Jahr 2011 zur Durchführung eines Zensus verpflichtet. Um verlässlich wirtschaften und planen zu können, machen Unternehmen meist jährlich eine Inventur. So ähnlich kann man sich auch den Zensus vorstellen: als eine Art Inventur für das ganze Land. Die ist überfällig, denn die Basisdaten für viele Statistiken in Deutschland sind nicht auf dem neuesten Stand, die letzte „Inventur“ fand bei uns vor 23 Jahren statt. Die Ergebnisse des Zensus 2011 werden die Basisdaten für vielfältige Analysen liefern, die wiederum die Grundlage für viele Entscheidungen bei der Infrastrukturplanung darstellen: So ist es zum Beispiel wichtig, genau zu wissen, ob eher Kindergartenplätze, Schulen oder Altenheime benötigt werden. Dazu braucht man aktuelle und verlässliche Daten.

Der Zensus verfolgt zwei Ziele
Ganz wichtig ist die Feststellung der amtlichen Einwohnerzahlen Deutschlands.
Ob Länderfinanzausgleich, die Einteilung der Bundestagswahlkreise, die Stimmenverteilung der Bundesländer im Bundesrat oder die Sitze Deutschlands im Europaparlament – all das hängt von aktuellen Einwohnerzahlen ab. Auch eine ganze Reihe von Statistiken basieren darauf, so zum Beispiel die Berechnung des jährlichen Bruttoinlandsprodukts (BIP) pro Kopf.
Ein zweites wesentliches Ziel des Zensus ist es, Informationen zum Wohnraum, zur Bildung und zum Erwerbsleben zu gewinnen. Wie viele Erwerbstätige gibt es, wie viele Menschen davon sind selbstständig? Wo werden in den kommenden Jahren wie viele Kinder eingeschult? Wie viele Wohnungen gibt es in Deutschland und wie sind sie ausgestattet?
Um diese Fragen zu beantworten, braucht man genaue und aktuelle Strukturdaten, die nur ein Zensus liefert.

Derzeitig wird die Bevölkerungszahl Deutschlands insgesamt wahrscheinlich um ca. 1,3 Millionen Menschen überzeichnet. Das hat von Region zu Region unterschiedliche Auswirkungen: Einige Städte haben eine stärker überhöhte Einwohnerzahl als andere.
Dies hat beispielsweise große Folgen für die Verteilung von Steuermitteln, die sich nach der Einwohnerzahl richtet.

Weiterführende Informationen:

Zensus 2011

Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Vorbereitung der Gebäude- und Wohnungszählung (24,9 KiB)

Befragung zur Klärung von Unstimmigkeiten (7,5 KiB)

  
 

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