Aufforstungsgenehmigung

Aufforstungsgenehmigung

Wer ein Grundstück in der offenen Landschaft ganz oder teilweise aufforsten will, bedarf der Genehmigung nach § 25 Landwirtschafts- und Landeskulturgesetz. Die Genehmigung erlischt insoweit, als nicht innerhalb von drei Jahren nach ihrer Erteilung von ihr im Wesentlichen Gebrauch gemacht worden ist. Sie kann vor Fristablauf auf Antrag einmalig um bis zu drei Jahre schriftlich verlängert werden.

Die Genehmigung darf nur versagt werden, wenn

  1. Erfordernisse der Raumordnung und Landesplanung der Aufforstung entgegenstehen,
  2. durch die Aufforstung die Verbesserung der Agrarstruktur behindert oder die Ertragsfähigkeit benachbarter Grundstücke erheblich gemindert würde,
  3. der Naturhaushalt, die Lebensstätten von gefährdeten Tier- und Pflanzenarten oder das Landschaftsbild erheblich beeinträchtigt würden,
  4. die Aufforstung den konkretisierten Zielvorstellungen der Gemeinde über die Entwicklung des Gemeindegebiets widerspricht oder
  5. die Aufforstung geeignet ist, die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs oder der Sicherheit von Gebäuden und deren Bewohner nachhaltig zu gefährden,

ohne dass die nachteiligen Wirkungen durch Auflagen verhütet oder ausgeglichen werden können. Auflagen nach Satz 1 gelten gegenüber jedem späteren Nutzungsberechtigten der Pflanzung, auch wenn sie nicht privatrechtlich vereinbart worden sind.

Über die Genehmigung entscheidet die Abteilung 40 als untere Landwirtschaftsbehörde und untere Naturschutzbehörde im Einvernehmen mit der Abteilung Forst und der jeweiligen Gemeindeverwaltung.

Genehmigung und Anzeige von Weihnachtsbaumkulturen und Kurzumtriebsplantagen

I. Genehmigungspflichtige Kulturen

Nach § 25 a LLG sind genehmigungspflichtig:

  1. Weihnachtsbaumkulturen und Kulturen zur Gewinnung von Schmuck- und Zierreisig (§ 25 a Absatz 1 LLG)
    1. auf Flächen von mehr als 20 Ar,
    2. auf kleineren Flächen auch dann, wenn die Pflanzen einer Weihnachtsbaumkultur eine Höhe von 3 m, die Pflanzen einer Kultur zur Gewinnung von Schmuck- und Zierreisig eine Höhe von 6 m überschreiten;
  2. Kurzumtriebsplantagen (§ 25 a Absatz 2 LGG)
    1. auf Flächen von mehr als 20 Ar,
    2. auf kleineren Flächen auch dann, wenn die oberirdischen Pflanzenteile nicht jeweils spätestens bis zum 31. Dezember des zwanzigsten auf die Anpflanzung oder den letzten Erntezeitpunkt folgenden Jahres geerntet werden.

II. Anzeigepflichtige Kulturen

Anzeigepflichtig nach § 25 a Absatz 3 Satz 2 LLG sind:

  1. Weihnachtsbaumkulturen und Kulturen zur Gewinnung von Schmuck und Zierreisig auf Flächen bis zu 20 Ar, bei denen die Pflanzen einer Weihnachtsbaumkultur eine Höhe von 3 m, die Pflanzen einer Kultur zur Gewinnung von Schmuck- und Zierreisig eine Höhe von 6 m nicht überschreiten.
  2. Kurzumtriebsplantagen auf Flächen bis zu 20 Ar, bei denen die oberirdischen Pflanzenteile jeweils spätestens bis zum 31. Dezember des zwanzigsten auf die Anpflanzung oder den letzten Erntezeitpunkt folgenden Jahres geerntet werden.

Die Anzeige bei der unteren Landwirtschaftsbehörde hat drei Monate vor der Pflanzung schriftlich unter Angabe der Gemarkung, der Flurstücksnummern und, soweit für die Identifizierung der Fläche erforderlich, Vorlage einer Schlagskizze zu erfolgen.

Weiterführende Informationen / Formulare

Für den Antrag auf Erteilung einer Aufforstungsgenehmigung nach § 25 Abs. 1 LLG steht über nachfolgenden Link ein Formular zum download zur Verfügung:

Für die Genehmigung der Anlage von Weihnachtsbaumkulturen, von Kulturen zur Gewinnung von Schmuck- und Zierreisig und von Kurzumtriebsplantagen gem § 25a Abs. 1 LLG steht über nachfolgenden Link ein Formular zum Download zur Verfügung:

Für die Anzeige der Anlage von Weihnachtsbaumkulturen, von Kulturen zur Gewinnung von Schmuck- und Zierreisig und von Kurzumtriebsplantagen gem § 25a Abs. 3 LLG steht über nachfolgenden Link ein Formular zum Download zur Verfügung:

  
 

Landwirtschaft, Baurecht und Naturschutz

Aufgabengebiet

Landwirtschaft

Aufgabenbereich

Aufforstungsgenehmigung

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