Schillernde Luftnummern

Eine Kuriosität ist das Pustefix- Museum in Kilchberg bei Tübingen. Dieses Firmenmuseum befasst sich mit allem, was mit Seifenblasenspielen zu tun hat. So sind Verpackungen - vom Aluminiumröhrchen, das mit einem Naturkork verschlossen war bis hin zum modernen Plastikgefäß -, in denen das Seifenblasen-Konzentrat der Firma in aller Welt vertrieben wurde, zu sehen.

Teddybär

Des weiteren ist Werbung rund um die Seifenblasen ausgestellt. Schließlich werden Spielgeräte aus einem halben Jahrhundert gezeigt, die mit Seifenblasen funktionieren. Pustefix entstand in der Notzeit nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. 1948 experimentierte der Chemiker Rolf Hein mit Waschmitteln, für die er bei den Bauern
im Tübinger Umland Lebensmittel eintauschen wollte. Dabei stieß er zufällig auf eine Flüssigkeit, die sich hervorragend für Seifenblasen eignet. Der Aufschwung der Wirtschaft mit der Einführung der Deutschen Mark ermutigte ihn zur Gründung einer Spielwaren-Fertigung. Mit dem beliebten gelben Teddybären seiner Kinder als Symbol wurde die Marke PUSTEFIX für Seifenblasen geschaffen. Dieses Produkt wird heute in ganz Europa, in den Vereinigten Staaten und in Japan, aber auch in Ländern wie zum Beipiel Singapur, Russland, Kasachstan, Korea, Südafrika oder auf exotischen Südseeinseln vertrieben.
(WS/JP)


Firmenmuseum Pustefix
Bahnhofstr. 29,
72072 Tübingen,
Ortsteil Kilchberg
Dagmar Brumm
Tel:(0 70 71) 79 10 06
Fax: (0 70 71) 79 10 07
seifenblasen@pustefix.de
www.pustefix.de

Öffnungszeiten:
Auf Anfrage, Betriebsführungen
für Gruppen auf Anfrage
Eintritt: 1,50 €

  
 

Museumsführer

Das 2005 erschienene Buch "AnsichtsSachen" macht Appetit auf Tübingens Museumsreichtum, vom international bedeutenden Universitätsmuseum auf Schloss Hohentübingen bis hin zum bezaubernden Tante-Emma-Laden in Rottenburg-Obernau.

Für diese Veröffentlichung hat der Verein KulturGUT im Landkreis Tübingen 53 Museumsbesichtigungen durchgeführt, davon 22 mit Gruppen von Kindern und Jugendlichen.

Die Aufmachung in Gestalt kleiner, appetitlicher Bild- und Texthappen lädt zum Schmöckern und Entdecken ein, der Wechsel der Blickwinkel zwischen Museumsmachern, älteren und jugendlichen Besuchern führt zu einer abwechslungsreichen Kost und gibt viele Anregungen zur Gestaltung von Familienausflügen. Das Buch ist im Buchhandel und bei der Verkaufsstelle des Schwäbischen Tagblatts erhältlich.

Museumserlebnistage