Briefe und gute Gespräche in der Corona-Krise: Kreisseniorenrat startet Initiative im Landkreis Tübingen

Viele Seniorinnen und Senioren in Alten- und Pflegeheimen dürfen zurzeit wegen des Corona-Virus keinen Besuch ihrer Angehörigen und Freund*innen mehr empfangen. „Das führt in vielen Fällen zu einem Gefühl der Traurigkeit und Einsamkeit“, so Michael Lucke, Vorsitzender des Kreisseniorenrats. Auch könnten gerade die Bewohner*innen dieser Einrichtungen aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen nicht mehr zum Hörer greifen, um sich wenigstens telefonisch auszutauschen.

Mit der „Aktion Hoffnungsbrief“ greift der Kreisseniorenrat dieses Thema auf und lädt die Bevölkerung zum Mitmachen ein: „Greifen Sie zum Stift, schreiben Sie an einen älteren Menschen, schicken Sie Briefe, Bilder und gute Gedanken. Erzählen Sie von sich, Ihrem Alltag und wie Sie selbst durch die Corona-Isolation kommen“, so Lucke. Der Kreisseniorenrat sammelt die Briefe und verteilt sie an diejenigen Bewohner*innen von Einrichtungen, die derzeit besonders wenig Ansprache haben. Wer mag, der schreibt seinen Namen und die Absenderadresse dazu, falls jemand zurückschreiben möchte. Es können auch Karten, Gedichte, Bilder, Gedanken, Gebete geschickt werden – eben alles, was Freude macht.
 
Die Briefe können – am besten bereits frankiert – an folgende Adresse geschickt werden:

Kreisseniorenrat "Hoffnungsbrief"
Windfeldstr. 6
72072 Tübingen 
 
Für alle, die einfach mal wieder telefonischen Kontakt nach draußen haben möchten, mit jemandem reden möchten, sich austauschen über Corona oder auch andere Themen  - stehen darüber hinaus zehn Ehrenamtliche des Kreisseniorenrats für einen Anruf zur Verfügung.
 
Unter der Tel.Nr: 07071-9208869 kann man sich – am besten am späten Vormittag oder am späten Nachmittag – melden.


Die Initiative des Kreisseniorenrats wird unterstützt vom Landkreis Tübingen. Landrat Joachim Walter bedankt sich bei allen, die diese Aktion beim Kreisseniorenrat begleiten: „Damit leisten Sie einen sehr wichtigen Beitrag in diesen schwierigen Zeiten. Unsere Seniorinnen und Senioren gehören zu unserer Gesellschaft, wir dürfen Sie jetzt nicht alleine lassen, trotz aller notwendiger Schutzmaßnahmen.“
 
Ein gutes Gespräch, ein paar freundliche Zeilen könnten dazu beitragen, dass ältere Menschen sich auch in diesen schwierigen Zeiten nicht alleine gelassen fühlen, so Walter.
 
Zum Start der Aktion wird Landrat Joachim Walter selbst einen Vormittag für Gespräche zur Verfügung stehen. Wer mit ihm ins Gespräch kommen möchte, darf sich beim Kreisseniorenrat melden und erhält einen Rückruf.

  
 

Landkreis Tübingen

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