Herkunftsfamilien

„Es soll darauf hingewirkt werden, dass die Pflegeperson und die Eltern zum Wohl des Kindes zusammenarbeiten“, heißt es im Gesetz. Pflegeeltern halten mit den Eltern ihres Pflegekindes in seinem Sinne Kontakt.

Es fällt manchmal schwer, zu akzeptieren, dass ein Pflegekind bereits eine Familie hat und seine Eltern und gegebenenfalls Geschwister wichtig bleiben. Treffen mit der Herkunftsfamilie verlangen Pflegeeltern oft viel ab. Trotzdem soll der Kontakt, wenn irgend möglich, erhalten bleiben. Denn die Kinder können auf diese Weise ihre frühere Lebensgeschichte besser verarbeiten. Sie können sich mit ihren alten Erinnerungen auseinandersetzen, müssen sie nicht verdrängen oder idealisieren. So kann das regelmäßige Wiedersehen für Kinder wie für ihre Eltern eine wesentliche Hilfe sein, die Trennung zu ertragen und zu bewältigen.

Das Zusammenspiel Pflege- und Herkunftsfamilie ist für beide Seiten nicht konfliktfrei. Die Pflegefamilien müssen sich mit Lebensgeschichten auseinandersetzen, die ihnen sehr fremd sein können. Die leiblichen Eltern wiederum sehen in den Pflegeeltern oftmals Konkurrenten. Sie fürchten, dass ihr Kind die Ersatzeltern mehr liebt und sich ihnen entfremdet. Leibliche Eltern hoffen, irgendwann einmal selbst wieder für ihr Kind sorgen zu können. Irgendwann. Die Pflegefamilie ist deshalb eine Familie auf Zeit: sie soll das Kind aufnehmen und annehmen wie ein eigenes. Sie soll aber auch bereit sein, es gegebenenfalls wieder herzugeben. Das ist mit Blick auf das eigene Gefühlsleben unendlich schwer und macht die Anforderungen an die neuen Eltern so hoch. „Liebe auf Zeit“ ist die Quadratur des Kreises.

Dennoch: das Ziel der Rückführung wird nur in wenigen Fällen erreicht. Über die Hälfte der vermittelten Kinder werden in ihrer Pflegefamilie groß.

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Abt. 21 Jugend

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