Europäischer Sozialfonds (ESF)

Der Europäische Sozialfonds (kurz ESF) wurde 1957 gegründet und bildet das zentrale Förderinstrument der Europäischen Union zur Förderung von Beschäftigung, Bildung und Arbeitsmarktintegration. Unter dem Motto „Chancen fördern“ unterstützt das Land Baden-Württemberg die europäische Wachstums- und Beschäftigungsstrategie "Europa 2020" und hier die Schwerpunkte Beschäftigung, Bildung und die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung.

Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF) zur Stärkung der Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten junger Menschen im Landkreis Tübingen: Träger können noch bis 30. September 2021 Anträge stellen

Die Europäische Union stellt über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF) Fördermittel zur Verfügung, um innovative Projekte in der Beschäftigungspolitik zu unterstützen. Mit Hilfe des Fonds soll der Zugang zu Beschäftigung sowie die Integration von besonders benachteiligten Menschen in den Arbeitsmarkt verbessert werden. Für die Förderperiode 2021 - 2027 stehen dem Land Baden-Württemberg insgesamt 179 Mio. Euro für Projekte zur Verfügung. Davon entfallen auf den Landkreis Tübingen voraussichtlich 177.580 Euro pro Förderjahr. An der Umsetzung des Europäischen Sozialfonds sind auf regionaler Ebene die Stadt- und Landkreise in Form von regionalen ESF-Arbeitskreisen beteiligt. Diese legen – ausgerichtet am so genannten „Operationellen Programm“ des Landes Baden-Württemberg - die Schwerpunkte der Förderung fest, wählen Ziele und Zielgruppen aus und entscheiden über die eingereichten Projektanträge. In diesen Arbeitskreisen arbeiten unter Federführung der Stadt – und Landkreise unter anderem Vertreter aus den Bereichen Arbeit, Bildung, Jugend, Wohlfahrtspflege und der Kommunen zusammen.
Das neue Operationelle Programm des Landes Baden-Württemberg sieht unter anderem die Förderung benachteiligter, marginalisierter, entkoppelter junger Menschen vor.
 
Der regionale Arbeitskreis Europäischer Sozialfonds im Landkreis Tübingen greift dieses Ziel auf und legt für 2021/2022 einen Schwerpunkt auf die Förderung junger Menschen, die aus verschiedenen Gründen Schwierigkeiten haben, einen Ausbildungs- oder Schulabschluss zu erreichen. Dazu zählen beispielsweise Schüler*innen die von Schulversagen und Schulabbruch bedroht sind, ausbildungsferne junge Menschen, die von der Jugendsozialarbeit und der Jugendberufshilfe nicht ausreichend erreicht werden können, junge Menschen mit Migrationshintergrund oder multiplen Problemlagen, Ausbildungsabbrecher*innen oder hiervon Bedrohte.
 
Interessierte Träger wie beispielsweise Wohlfahrtsverbände, kirchliche und karitative Einrichtungen, Kommunen, kommunale Verbände, Bildungs- und Selbsthilfeeinrichtungen, Sozialpartner etc. können noch bis zum 30. September 2021 Förderanträge für innovative Projekte zu diesem Themenkomplex stellen.
 
Projekte sollten auch eines oder mehrere der festgelegten Querschnittsziele wie die Gleichstellung der Geschlechter, Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung, Nachhaltigkeit im Sinne des Schutzes der Umwelt, Transnationale Kooperation und die Einhaltung der Grundrechte-Charta berücksichtigen.

Der regionale Arbeitskreis Europäischer Sozialfonds im Landkreis Tübingen greift dieses Ziel auf und legt für 2021/2022 einen Schwerpunkt auf die Förderung junger Menschen, die aus verschiedenen Gründen Schwierigkeiten haben, einen Ausbildungs- oder Schulabschluss zu erreichen. Dazu zählen beispielsweise Schüler*innen die von Schulversagen und Schulabbruch bedroht sind, ausbildungsferne junge Menschen, die von der Jugendsozialarbeit und der Jugendberufshilfe nicht ausreichend erreicht werden können, junge Menschen mit Migrationshintergrund oder multiplen Problemlagen, Ausbildungsabbrecher*innen oder hiervon Bedrohte.
 

Interessierte Träger wie beispielsweise Wohlfahrtsverbände, kirchliche und karitative Einrichtungen, Kommunen, kommunale Verbände, Bildungs- und Selbsthilfeeinrichtungen, Sozialpartner etc. können noch bis zum 30. September 2021 Förderanträge für innovative Projekte zu diesem Themenkomplex stellen.

Projekte sollten auch eines oder mehrere der festgelegten Querschnittsziele wie die Gleichstellung der Geschlechter, Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung, Nachhaltigkeit im Sinne des Schutzes der Umwelt, Transnationale Kooperation und die Einhaltung der Grundrechte-Charta berücksichtigen.

Das aktuelle Strategiepapier und die Ausschreibung finden Sie hier:

Förderung von Projekten mit COVID-19-Bezug durch REACT-EU-Mittel

Projekte im Landkreis Tübingen zur regionalen Krisenbewältigung im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie gestartet – Benachteiligte junge Menschen im Fokus

Die Initiative „REACT-EU“ fußt auf einem Förderprogramm der Europäischen Union und hat zum Ziel, Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Bewältigung der Herausforderungen im Zusammenhang mit der Pandemie zu unterstützen. In Baden-Württemberg können damit Projekte im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF) umgesetzt werden, der über die regionalen ESF-Arbeitskreise koordiniert wird. Wichtigste Zielgruppen für diese regionale Förderung sind benachteiligte junge Menschen im Übergang zwischen Schule und Ausbildung oder Beruf, die auf Grund der Pandemie ihre schulischen oder beruflichen Pläne nicht umsetzen können bzw. denen eine geeignete Unterstützung hierfür fehlt. Im März 2021 startete im Landkreis Tübingen die Ausschreibungsphase, in der Träger und Einrichtungen dazu aufgerufen waren, ihre Projektideen mit dem genannten Ziel einzureichen. Für die Förderung der Projekte im Landkreis Tübingen standen einmalig 240.000 Euro zur Verfügung.

Zwischenzeitlich ist das Vergabeverfahren abgeschlossen. Der regionale ESF-Arbeitskreis mit Sitz im Landratsamt Tübingen hat sich unter den eingegangenen Vorschlägen für zwei Projekte im Landkreis Tübingen ausgesprochen, die zwischenzeitlich auch ihre Förderbescheide erhalten haben und zum Teil am 1. Juli bereits an den Start gegangen sind:

Das Projekt „CONNECT“ vom Tübinger Verein für Sozialtherapie bei Kindern und Jugendlichen e.V. (kit Jugendhilfe, Tübingen) unterstützt bildungsbenachteiligte Jugendliche bei der Berufsorientierung, bei der Vermittlung von Praktika und Ausbildungsmöglichkeiten. Das Projekt verbindet Ausbildungsbetriebe und Jugendliche mit weniger geradlinigen Schulbiographien mit dem Ziel, neue Perspektiven zu geben und Ausbildungsabbrüche zu vermeiden. Weitere Informationen gibt es unter www.kit-jugendhilfe.de. Ansprechpartnerin ist Jutta Goltz, Tel. 07071/5671202, Email: jutta.goltz@kit-jugendhilfe.de

Das zweite geförderte Projekt „Ausbildungslotsen Landkreis Tübingen 21/22“ der Bildung und Berufliche Qualifizierung gGmbH (BBQ gGmbH) richtet sich an Schulabgänger, deren Berufsfindungsprozess auf Grund der Pandemie nur sehr reduziert stattfinden konnte und die viele schulische Inhalte versäumt haben. Auch Auszubildende, die durch die erschwerten Lernbedingungen im Zusammenhang mit der Pandemie Lernlücken aufweisen, zählen zur Zielgruppe des Projekts. BBQ hat bereits damit begonnen, Kontakte zu Schulen herzustellen, wo die Akteure Schüler mit dem entsprechenden Förderbedarf benennen und ansprechen können. BBQ kümmert sich im Rahmen des Projekts Ausbildungslotsen um Nachhilfeangebote, Prüfungsvorbereitung, Beratung, Lernbegleitung und weitere unterstützende Angebote. Ziel ist ein erfolgreicher Schul- bzw. Ausbildungsabschluss. Ansprechpartner hier ist Manuel Knobelspiess von BBQ am Europaplatz in Tübingen, Tel. 07071/96527-101, Email: knobelspiess.manuel@biwe-bbq.de

Der Europäische Sozialfonds (kurz ESF) wurde 1957 gegründet und bildet das zentrale Förderinstrument der Europäischen Union zur Förderung von Beschäftigung, Bildung und Arbeitsmarktintegration. Unter dem Motto „Chancen fördern“ unterstützt das Land Baden-Württemberg die europäische Wachstums- und Beschäftigungsstrategie und hier die Schwerpunkte Beschäftigung, Bildung und die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung. Im regionalen ESF-Arbeitskreis kommen Vertreter aus Kommunen, Schulen, Kammern, von Weiterbildungsträgern, der Agentur für Arbeit und weiteren Einrichtungen zusammen, um Ausschreibungen zu koordinieren und über regionale Projekte zu entscheiden. Die Geschäftsführung liegt beim Landratsamt Tübingen.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an die Geschäftsführende des regionalen ESF-Arbeitskreises:

Nina Gugel
Wilhelm-Keil-Straße 50
72072 Tübingen
Telefon: 07071/207 – 6184
Fax: 07071/20796184
E-Mail.: esfgeschaeftsstelle@kreis-tuebingen.de 
 
Vorsitzender des ESF-Arbeitskreises
Horst Lipinski
Wilhelm- Keil-Straße 50
72072 Tübingen
Tel: 07071/207 – 2006
E-Mail: H.Lipinski@kreis-tuebingen.de

Mehr zum Thema

Grundlagenpapier und ursprüngliche Ausschreibung ESF REACT-EU

  
 

Soziales

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esfgeschaeftsstelle@kreis-tuebingen.de

Vorsitzender des Arbeitskreises:

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Tel.: 07071 207-2000
Fax: 07071 207-92000
h.lipinski@kreis-tuebingen.de

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Informationen der Landesregierung zum Europäischen Sozialfonds erhalten Sie über nachfolgende Links:

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