„Rücksicht macht Wege breiter“ - Kreisübergreifende Marketingkampagne zum respektvollen Miteinander und zur Vermeidung von Müll in Wald und Flur

Freizeitaktivitäten in der Natur sind beliebter denn je. Die Menschen zieht es seit der Corona-Krise vermehrt nach draußen, um dort den Ausgleich zum Alltag und den begrenzten Freizeit- und Sportmöglichkeiten zu suchen. Dadurch ist seit einiger Zeit viel los auf den Wander- und Radwegen in den Landkreisen Tübingen und Böblingen. Insbesondere der Naturpark Schönbuch wird von Erholungssuchenden stark frequentiert. Der gestiegene Besucherdruck geht allerdings auch einher mit vermehrten Konflikten und Problemen wie beispielsweise zurückgelassenem Müll, Zerstörung der Vegetation durch das Verlassen der ausgewiesenen Wege oder emotionalen Auseinandersetzungen verschiedener Nutzergruppen.

Foto: (Abt Forst LRA Tübingen) Der Leiter des Reviers Tübingen-Härten-Kirchentellinsfurt Michael Warias mit dem neuen Banner an der Teichhütte bei Tübingen-Derendingen.

Aus diesem Grund hat das Büro für Kreisentwicklung und Kommunikation des Göppinger Landratsamtes zusammen mit dem Dachverband Schwäbische Alb Tourismus e.V. eine gemeinsame Sensibilisierungs-Kampagne zu einem respektvollen Miteinander ins Leben gerufen, die die Landkreise Tübingen und Böblingen gemeinsam mit dem Naturpark Schönbuch und Forst BW gerne aufgreifen. Die Kampagne trägt den Titel „Rücksicht macht Wege breiter“ und soll zum einen für Respekt und gegenseitige Rücksichtnahme zwischen den verschiedensten Naturnutzenden werben. Die Natur und die Wälder müssen viel aushalten – sie sind Rückzugsort für Tiere und Pflanzen, Arbeitsplatz für Wald-, Forstwirtschaft und Jägerschaft und sollen gleichzeitig Platz bieten für Freizeitaktivitäten. Tübingens Landrat Joachim Walter stellt fest, dass die Besucherlenkung in der Region generell schon gut geregelt ist: „Klassische Wanderwege verlaufen meist getrennt von den beschilderten Rad- und Mountainbike-Strecken. Dennoch kommt es teilweise zu Doppelnutzungen durch verschiedene Nutzergruppen wie beispielsweise Wanderer, Mountainbikern oder Landwirten. Wenn alle etwas mehr Rücksicht aufeinander nehmen, macht das sprichwörtlich die Wege breiter und vermeidet Stresssituation in Wald und Flur.“
 
Der zweite Aspekt der Kampagne zielt auf den deutlichen Zuwachs an Müll und Unrat, der teilweise achtlos auf Wanderwegen und Wanderparkplätzen zurückgelassen wird.
Der Böblinger Landrat Roland Bernhard führt aus: „Hinter der Pflege und dem Datenmanagement der Freizeitwege steckt harte Arbeit. Als Kreisverwaltung liegt uns neben der Besucherlenkung vor allem der Naturschutz am Herzen. Plastikmüll, Bananenschalen, oder Mund- und Nasenmasken haben eine hohe Verrottungsdauer. Bis sie ganzheitlich abgebaut sind, vergehen mehrere Jahre. In dieser Zeit schadet der Müll der Tier- und Pflanzenwelt erheblich.“
 
Um für mehr Rücksichtnahme und Sensibilisierung der Erholungssuchenden zu werben wurden in den Landkreisen Tübingen, Böblingen und im Naturpark Schönbuch Banner mit dem Kampagnentitel „Rücksicht macht Wege breiter“ und „Rücksicht hält Wege sauber“ aufgehängt. Zusätzlich wird die Kampagne über die Online- und Social-Media-Kanälen der teilnehmenden Landkreise und Institutionen ausgespielt. Auch sind Markierungen auf gut frequentierten Radwegen geplant. Der Kampagnen-Hashtag für die sozialen Medien lautet #RücksichtMachtWegeBreiter. Weitere Informationen zur Kampagne gibt es unter www.ruecksicht-macht-wege-breiter.de.
 

  
 

Landkreis Tübingen

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