Aus der Geschichte des Landkreises

Eine der reizendsten Partien des Landes

Die Lage des Landkreises kennzeichnen ausgedehnte und artenreiche Naturräume, die Berge an der Trauflinie der Schwäbischen Alb, Flusstäler und Höhenzüge.

Berge am Albtrauf, in den Tälern liegen Nebelschwaden

Höhlenlöwe und Napoleonskopf, UNESCO-Weltkulturerbe

Eiszeitkunst: UNESCO-Weltkulturerbe im Museum Alte Kulturen Tübingen, steinzeitliche Besiedlung

Fürsten und Steinskulpturen im "Stelenland"

Im Landkreis Tübingen haben Menschen der Eisenzeit, die Kelten, eindrückliche Spuren hinterlassen. 

Kopf und Teil des Rumpfs einer menschengestaltigen Steinfigur in einer Landschaft

Hochburg der Römer

Römische Legionen besetzten unseren Raum um 74 n. Chr. und kolonisierten die hier ansässigen Kelten.

Ausschnitt der Latrinenanlage im Sumelocenna-Museum Rottenburg, mit Abflusskanal, darauf rekonstruierte Toilettensitzreihe und teilweise originale Reste der Wandbemalung, davor Steinboden und Säulenstumpf

Die Alamannen, Reihengräber und Ortsnamen

Die Alamannen haben im Landkreis archäologische sowie deutlich hörbare Spuren hinterlassen, die Ortsnamen.

Ein herrschaftlicher Flickenteppich

Zwischen Ortschaften lassen sich Unterschiede in kulturellen Prägungen beobachten: Die Ursachen liegen in der territorialen Zersplitterung unseres Raumes.

Ausschnitt einer Landkarte von 1723, 1724 mit Eintragung von Grenzen der Territorien in der Gegend um Tübingen

Grenzen, Grenzen, Grenzen

Wo alte Verwaltungseinheiten in neuem Gewand fortleben.

Fasnetsszene: ein als Hexe verkleideter Mensch springt bei Dunkelheit durch ein großes Feuer, im Hintergrund Zuschauende und Schnüre mit Fasnetslumpen

Orden und Klöster

Das Zisterzienserkloster Bebenhausen und die beiden Städte Tübingen und Rottenburg bildeten Schwerpunkte des Klosterwesens.

Der ummauerte Klosterbereich des Klosters Bebenhausen, Kirche mit spätgotischem Dachreiter, umgebende Bebauung des Orts Bebenhausen

Kirchenkunst

Sakrale Baudenkmale und vielfältige künstlerische Impulse verdankt der Landkreis unter anderem seinen historischen Territorien sowie der Nähe von Ausbildungsstätten wie den theologischen Fakultäten.

Spätgotischer Schnitzaltar, Ausschnitt mit der zentralen Krönung Mariens und in den Seitenflügeln jeweils zwei Apostel, im Mittelteil und den Seitenflügeln durch jeweis drei spitzbogige Fenster angedeuteter Kirchenraum, davor aufwändiges Rankenwerk

Eine Universität mit Ausstrahlung

1477 gründete Graf Eberhard im Bart die Universität in Tübingen mit den Fakultäten Theologie, Jura, Medizin und Philosophie. Wesentliche Mitwirkung zugunsten der akademischen Bildungseinrichtung wird seiner Mutter Mechthild von der Pfalz zugeschrieben, die in Rottenburg residierte.

Teil des klassizistischen Universitätsgebäudes mit Vorplatz und Springbrunnen, umgebende Bebauung aus dem 19. Jahrhundert

Dörfer im Landkreis

Einige der heutigen Ortschaften wuchsen aus zwei oder mehr ursprünglichen Siedlungskernen zusammen.

Wohngeschoss eines kleinen Fachwerkhauses, ein Teil des steinernen Sockels, des Giebels und des Satteldachs

Die Strukturen der Agrargesellschaft

In unserer Region war die Verbindung von industrieller, kleingewerblicher oder handwerklicher Arbeit mit einer kleinen Landwirtschaft bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts häufig. 

Ein Bulle, mit einem Seil aufgezäumt, darauf sitzt ein Mann, im Hintergrund Häuser und ein Auto

Ein steinreicher Landkreis

Mancher ehemalige Steinbruch beherbergt heute auch seltene Pflanzen und Tiere.

Eine Wasserfläche, daraus ragt eine steile Wand von Naturstein auf, gegenüber ein flacheres bewachsenes Gelände.

Das Schwäbische Sauerland am oberen Neckar

Die natürlichen Kohlesäurevorkommen im oberen Neckartal, Mineralwasserbrunnen und Heilquellen beflügelten unternehmerische Tätigkeit.

Hohe Holzkonstruktion, aus dem Boden sprudelt eine Fontäne, Männer stehen um die Bohrstelle

Der Schönbuch, Wald der Könige

Bei Jagd und Waldnutzung waren die Grundherren gegenüber der bäuerlichen Bevölkerung privilegiert. Das Waldgebiet, seit 1972 erster Naturpark in Baden-Württemberg, ist heute auch Erholungsraum.

Großes Waldgebiet, im Vordergrund eine Lichtung, aufsteigende Nebel

Der Neckar, ein Fluss mit Einfluss

Von Natur aus mäandrierend, sind am heutigen Flusslauf die baulichen Eingriffe abzulesen.

Flache Landschaft mit Wiesen, Feldern und Ortschaften, durchflossen von einem Fluss, im Hintergrund Berge

Wasser, die treibende Kraft

Fließendes Wasser wird schon seit Jahrhunderten als Energielieferant genutzt.

Zwei große Mühlräder, beidseits eines kanalisierten kleineren Wasserlaufs si

Mit dem Zug ins Gschäft

Die Eisenbahnstrecken brachten industrielle Erwerbsmöglichkeiten und Standortchancen mit sich.

Dreistöckiges Bahnhofsgebäude mit Satteldach, am Bahngleis, der Bahnsteig ist überdacht, das Dachgeschoss mit Holz verkleidet, ein Bahnhofsschild trägt die Beschriftung "Bieringen"

Fabriken an Neckar, Steinlach und Ammer

Für immer mehr Menschen wurde seit dem 19. Jahrhundert die Fabrik zum Arbeitsort.

Teil einer Dampfmaschine mit, Dampfkessel, großem Schwungrad und mechanischen Teilen

Traditionen der politischen Landschaft

Im politischen Wahlverhalten lassen sich wirtschaftliche sowie nachwirkende territoriale und konfessionelle Strukturen ablesen.

Ausschnitt einer Plakatwand mit Wahlplakaten mehrerer Parteien von 1957

Orte des Erinnerns

Orte des Erinnerns an nationalsozialistische Herrschaft und Gewalt im Landkreis Tübingen.

Orientierungsräume

Territoriale, konfessionelle und wirtschaftliche Einflüsse prägen Räume und das Leben der Menschen und können Identifikation stiften.

Ausschnitt einer Landkarte mit bunt eingetragenen Gebieten, Beschriftung "Karte von dem Oberamt Tübingen"

Buch Geschichtszüge

Die auszugsweise dargestellten Kapitel basieren auf dem Buch "Geschichtszüge. Zwischen Schönbuch, Gäu und Alb: Der Landkreis Tübingen", herausgegeben von Wolfgang Sannwald im Auftrag des Landkreises Tübingen 2002 (4. Aufl. 2006). Der Band führt in kurzweiliger Darstellung an wesentliche historische Strukturen im Kreisgebiet heran.

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Kontakt

Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, Archiv und Kultur: Sachgebiet Archiv, Registratur und Kultur

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