STI-Beratung
STI-Beratung, Testungen für sexuell übertragbare Erkrankungen: Sprechstunde, Beratung und Tests
Beratung und Tests (anonym, kostenlos)
STI-Beratung allgemein
- Sexuell übertragbare Krankheiten (STI)
Allgemeine Informationen zur STI-Beratung
STI-Sprechstunde mit Testung
- STI-Sprechstunde: Online-Terminbuchung
Bitte Mindestabstände zum letzten Risikokontakt vor der Terminbuchung beachten!
Die Aktualisierung des Online-Terminkalenders für Dienstagvormittag und Donnerstagnachmittag findet am jeweiligen Tag in der Zeit von 7:00 bis 8:00 Uhr statt. In diesem Zeitraum werden die stornierten Termine, für den entsprechenden Tag, zur Buchung wieder frei gegeben.
Wichtige Hinweise
Bei Beschwerden im Urogenitalbereich werden im Rahmen der Sprechstunde grundsätzlich keine diagnostischen Maßnahmen oder Testungen durchgeführt, auch nicht, wenn Sie von Ihrem Arzt an unsere Sprechstunde verwiesen wurden.
Bitte wenden Sie sich bei Beschwerden direkt an Ihren Hausarzt oder an einen Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Gynäkologie oder Urologie.
Die Kosten für die erforderlichen Tests werden bei Beschwerden von der Krankenkasse übernommen. Ggf. können Sie von Ihrem Arzt direkt eine Behandlung erhalten und müssen das Testergebnis nicht abwarten (bei Testung im Gesundheitsamt erhalten Sie ihr Testergebnis in der Regel 7 Tage nach Testung).
Auf Grund der Anonymität können grundsätzlich keine schriftlichen Bestätigungen über negative Testergebnisse ausgestellt werden. Damit Sie die erforderliche Behandlung erhalten können, stellen wir Ihnen oder Ihrem Arzt, im Falle eines behandlungsbedürftigen Befundes, das schriftliche Testergebnis zur Verfügung (persönliche Abholung durch Sie, kein E-Mail-Versand möglich oder Angabe der Arztpraxis, an die der Befund gehen soll).
Bei HIV ist ein zuverlässiges Testergebnis in der hier durchgeführten Blutuntersuchung ab etwa 6 Wochen nach Risikokontakt zu erwarten. Im Falle eines positiven Testergebnisses ist zur Diagnosesicherung und Ausschluss einer Probenverwechslung ein weiterer Bluttest erforderlich.
HIV-Schnelltests werden im Gesundheitsamt nicht angeboten. Diese können Sie als Selbsttests in Apotheken und Drogerien oder über das Internet kaufen. Eine Produktliste und Produktinformationen zu diesen Tests finden Sie auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts
Bei einem Sexunfall mit hohem HIV-Ansteckungsrisiko (z.B. ungeschützter Anal- oder Vaginal-Sex mit einer HIV-positiven Person, die so viele Viren im Blut hat dass sie nachweisbar sind, oder beim Sex mit einer Person, bei der die Wahrscheinlichkeit für eine unbekannte bzw. nicht behandelte HIV-Infektion erhöht ist) kann eine HIV-Infektion durch eine HIV-PEP (Postexpositionsprophylaxe) mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindert werden, sofern die Medikamente schnellstmöglich eingenommen werden (optimal innerhalb von 2 Stunden, spätestens nach 48 Stunden). Die Postexpositionsprophylaxe erhalten Sie z.B. über HIV-Schwerpunktpraxen oder in ausgewählten Kliniken.
Vor einigen sexuell übertragbaren Infektionen kann eine Impfung schützen (z.B. Hepatitis A, Hepatitis B, HPV). Bringen Sie deshalb möglichst Ihren Impfpass (gerne auch in Form einer anonymisierten Kopie) zur Beratung mit. Wir können Sie dann individuell beraten, ob bei Ihrem sexuellen Risiko weitere Impfungen empfohlen sind. Gerne prüfen wir auch, ob z.B. Auffrischimpfungen für Sie empfohlen sind. Bitte teilen Sie uns mit, ob bei Ihnen in der Vergangenheit ein Hepatitis-B-Impftiter bestimmt wurde .
Der Suchtest auf Hepatitis C unterscheidet nicht zwischen einer akuten, chronischen oder ausgeheilten Hepatitis C. Leider steht zum vorbeugenden Schutz vor dieser Infektion noch keine Impfung zur Verfügung.
Der Suchtest auf Syphilis bleibt auch nach einer ausgeheilten Syphilis positiv. Deshalb ist es wichtig, zurückliegende Infektion in der Beratung anzugeben und wenn möglich (gerne auch anonymisierte) Vorbefunde mitzubringen, damit die Befunde besser interpretiert werden können.
Beim Kombinationstest auf Chlamydien und Gonokokken kommen je nach Sexualpraktik/en und Geschlecht verschiedene Untersuchungsorte/ -materialien in Betracht, z.B. Abstriche aus Rachen, Analkanal, Vagina. Menschen mit Penis empfehlen wir eine Urinuntersuchung oder einen Abstrich aus der Penis-Harnröhre. Wichtig: Diese Untersuchungen liefern dann ein möglichst verlässliches Ergebnis, wenn vor der Untersuchung mindestens 4 Stunden kein Wasser gelassen wurde. Wird früher getestet, kann eine vorhandene Infektion möglicherweise nicht nachgewiesen werden (falsch-negatives Ergebnis).
Ein Nachweis einer Infektion erfolgt u.a. indirekt durch die Untersuchung von Reaktionen des Immunsystems auf den Erreger, was Zeit in Anspruch nimmt (z.B. Bildung von spezifischen Antikörpern).
Um zum Ausschluss einer möglichen Infektion nach Risikokontakt ein verlässliches Ergebnis zu erhalten, sollte die Testung zu einem Zeitpunkt erfolgen, bei dem im Falle einer Ansteckung mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Nachweis erwartet werden kann.
Daher sind folgende Mindestabstände zum letzten Risikokontakt empfohlen
- HIV: 6 Wochen
- Hepatitis B: 8 Wochen
- Hepatitis C: 6 Monate
- Syphilis: 4 Wochen
- Chlamydien / Gonokokken: 3 Wochen
Falls sich in einem oder mehreren Tests bei Ihnen ein Anhalt für eine Infektion ergeben sollte, werden wir sie zur weiteren Abklärung (Diagnosesicherung und Behandlung oder Ausschluss eines falsch positiven Testergebnisses) an Ihren Hausarzt, Hautarzt, Frauenarzt oder Urologen verweisen.
HPV Humane Papillomviren
Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Erreger und Impfung:
Weitere Informationen
- Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG)
- Deutsche Aidshilfe
- Deutsche STI-Gesellschaft
- Robert-Koch-Institut
- Sexuell übertragbare Infektionen (STI), Infoportal Zanzu (SENSO, Belgien, und Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit BIÖG)
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