Gesundheitsplanung

Gesundheitsplanung, Kommunale Gesundheitskonferenz, Gesundheitsförderung und Gesundheitsberichterstattung: Gesundheitsprojekte und Gesundheitsdaten

Beschreibung

Die Gesundheitsplanung befasst sich mit Themen wie z.B. medizinische Versorgung, Prävention und Gesundheitsförderung. Das Ziel ist, die Angebote im Landkreis mit dem Bedarf der Bevölkerung abzugleichen und zu verbessern. Dadurch soll eine hochwertige Versorgung sichergestellt werden sowie ein gesundes Aufwachsen und Älterwerden gefördert werden.

Auf Grundlage von Daten der Gesundheitsberichterstattung werden Maßnahmen entwickelt, durchgeführt, überprüft und ggf. angepasst. In diesen Prozess ist die Kommunale Gesundheitskonferenz (KGK) als Expertengremium eingebunden. Die Bearbeitung der Themen erfolgt in Arbeitskreisen.

Aktuelles

Newsletter

Berichte

Factsheets: Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie im Landkreis Tübingen

Die Corona-Factsheets geben einen Überblick über den Verlauf und die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie im Landkreis Tübingen.

Angebote, Projekte

Aktuelle Projekte

Corona-Folgen abmildern: Ferienprogramme und Eltern-Kind-Tag zur Stärkung von Gesundheitskompetenzen

Unter dem Motto „3 Tage Entdecker sein in Küche, Wald und Wiese“ fanden in den Pfingst-, Sommer- und Herbstferien 2022 und 2023 kostenfreie Ferienprogramme für Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse statt.

2024 wird das Projekt weiterentwickelt. Die Ergebnisse der Evaluation hatten ergeben, dass es zusätzlich erforderlich ist, die Eltern einzubeziehen. Daher findet im Oktober 2024 erstmals ein kombinierter Eltern-Kind-Tag der Abteilungen Landwirtschaft und Gesundheit zur Stärkung von Gesundheitskompetenzen statt:

Vormittags lernen die Kinder und Eltern Lebensmittel aus der Region kennen und kochen zusammen. Dabei darf ausgiebig probiert und experimentiert werden. Beim Kochen werden verschiedene Zubereitungstechniken vermittelt.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen geht es raus in die Natur. Die Teilnehmenden erkundeten den Wald, die Wiese und einen Bauernhof. Neben all diesen Entdeckungen bleibt genug Zeit zum Spielen, Toben, Balancieren und Klettern.

Das Ziel ist, den Kindern und Eltern Basiswissen über gesunde Ernährung zu vermitteln und ihnen gesunde Lebensmittel auf spielerische Art und Weise schmackhaft zu machen. Außerdem soll ihre Freude an Bewegung in der freien Natur geweckt werden. Studien zu Auswirkungen der Corona-Pandemie hatten aufgezeigt, dass ungesundes Essverhalten und Bewegungsmangel durch die Pandemie verstärkt wurden.

Ermöglicht wird das Projekt durch eine Kooperation mit der Abteilung Landwirtschaft und der Abteilung Jugend des Landratsamts Tübingen. Die Geschäftsstelle Kommunale Gesundheitskonferenz hat das Konzept mitentwickelt.

Bewegungspass

Seit Herbst 2023 wird in Kooperation mit der AOK Neckar-Alb der „Bewegungspass“ in interessierten Kindertageseinrichtungen im Landkreis Tübingen eingeführt. Er hat das Ziel, Kinder von zwei bis sieben Jahren in ihrer motorischen Entwicklung spielerisch zu unterstützen.

Der „Bewegungspass“ umfasst 32 Übungen, die auf verschiedene Motorikbereiche abzielen und an Tiere angelehnt sind, z. B. das hüpfende Känguru oder der Seehund, der mit dem Ball spielt.

Einrichtungen, deren Mitarbeitende geschult wurden, erhalten

  • eine Materialtasche mit verschiedenem Sportzubehör (u.a. Ball, Slalomhütchen, Tennisschläger),
  • Bewegungspässe für alle Kinder sowie
  • sogenannte „Drachenaufkleber“, welche die Kinder bei absolvierten Übungen in ihren persönlichen Bewegungspass einkleben können.

Die nächste Schulung findet voraussichtlich im Herbst 2024 statt.

Mehr Infos zum Bewegungspass gibt es unter https://www.bewegungspass-bw.de/

Abgeschlossene Projekte

Förderprojekt zur Primärversorgung

Der Landkreis Tübingen wurde vom Ministerium für Soziales und Integration mit rund 300.000 € für die Durchführung des Projekts „Aufbau eines Primärversorgungsnetzwerkes durch das Angebot eines Case- und Care Managements für Arztpraxen im ländlichen Raum“ gefördert. Ziel war eine Verbesserung zum Zugang des gesundheitlichen Versorgungsnetzes durch Case- und Care-Management in einer ländlichen Region von drei benachbarten Landkreisen. Hausärztliche Praxen sollten entlastet werden. Zudem wurden die medizinischen, psychosozialen und pflegerischen Aspekte der Behandlung durch den Case- und Care-Manager beratend, lenkend und versorgend zwischen Hausärzten, Angehörigen, Kostenträgern und Leistungserbringern aufgegriffen. Es wurde ein gemeinsames Konzept mit den Zielgruppen und Umsetzern entwickelt und evaluiert. Das Projekt wurde im Juli 2023 abgeschlossen.

Sonnenschutz für 50 Kitas im Landkreis Tübingen

50 Kitas im Landkreis Tübingen haben ihren Sonnenschutz optimiert und leisten dadurch einen Beitrag zur Hautkrebsprävention. Nachdem 50 % der Kitas in einer landkreisweiten Umfrage des Arbeitskreises „Sonne und Haut“ Bedarf an Beschattung geäußert hatten, stellte die Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz im Rahmen des Projekts „Sonnenschutz in Kitas“ einmalig eine finanzielle Unterstützung für Kitas im Landkreis Tübingen für Sonnensegel, Sonnenschirme, Markisen und schattenspendende Bäume zur Verfügung.

Pro Einrichtung konnten maximal 500 € beantragt werden. Am 25.05.2022 fand eine symbolische Baumpflanzung im katholischen Kindergarten St. Katharina in Wendelsheim unter Beteiligung des Elternbeirats, Vertreterinnen und Vertreter der Einrichtung und des Trägers, der Kirchengemeinde sowie der Abteilungen Gesundheit, Landwirtschaft und Jugend des Landratsamtes statt.

Preis für Tübinger Kita bei Sonnenschutz-Wettbewerb

Eine Kita aus dem Landkreis Tübingen konnte in 2020 bei der Umsetzung des "SunPass-Projektes" zur Hautkrebsprävention mit besonderem Engagement überzeugen. So sicherte sich das Katholische Kinderhaus St. Martin in Tübingen-Hirschau den zweiten Platz des Wettbewerbes vom Krebsverband Baden-Württemberg und erhielt einen 300 € Gutschein eines Kindergartenausstatters. Die Mitarbeitenden der Einrichtung haben das Thema Sonnenschutz im Kindesalter in besonders engagierter und vorbildlicher Weise umgesetzt.

Im Rahmen der Mitgliedschaft des Krebsverbands im Arbeitskreis Sonne und Haut der Kommunalen Gesundheitskonferenz, wurde die Einführung des Projekts im Landkreis Tübingen initiiert. Frau Dr. Wallwiener (Dermatologin, KGK-Mitglied und Vorsitzende der Kreisärzteschaft Tübingen) schulte vorab pädagogische Fachkräfte und Eltern. Begleitet wurde die Durchführung – trotz umfangreicher Aufgaben im Bereich Pandemiebekämpfung – von der Geschäftsstelle KGK und der Fachstelle Kindertagesbetreuung im Landratsamt Tübingen.

Aktionswoche Sonnenschutz: Wie viel Sonne ist gesund?

Vom 08. bis 12. April 2019 führte der Arbeitskreis „Sonne und Haut“ im Landkreis Tübingen auf Anregung der Kreisärzteschaft eine Aktionswoche zum Thema Sonnenschutz durch. Den Auftakt bildete ein Aktionstag im Landratsamt mit Informationsständen zur Beratung und Messung der Eigenschutzzeit für Mitarbeiter*innen und Besucher*innen. Prof. Eigentler von der Universitäts-Hautklinik Tübingen präsentierte in einem Vortrag die Ergebnisse aktueller Studien zur Hautkrebsprävention und gab praktische Tipps. Zudem fanden in der Aktionswoche Informationsveranstaltungen in Kindergärten und Schulen sowie eine Fortbildung der Bezirksärztekammer Südwürttemberg zum Thema statt.

Sektorenübergreifende Versorgung

Im Landkreis Tübingen wurde in Kooperation der Universität und der Gesundheitskonferenz ein Projekt zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Hausärzten und Klinikärzten bei der Versorgung von Krebspatient:innen durchgeführt. Dieses Projekt wurde unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg. Am Beispiel der medizinischen Betreuung onkologischer Patient:innen des Tumorzentrums Comprehensive Cancer Centrum Tübingen-Stuttgart (CCC-TS) wurden Lösungen zur Verbesserung der sektorenübergreifenden Kommunikation entwickelt.

Weitere abgeschlossene Themen

  • Fachtag mit Bürgerbeteiligung "Versorgungslücken – Versorgungsbrücken"
  • Gesundheitsfördernde Ernährung und Bewegung in  Kindertageseinrichtungen
  • Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen.

Kommunale Gesundheitskonferenz

Gremium der Kommunalen Gesundheitskonferenz

Kommunale Gesundheitskonferenz

Die Kommunale Gesundheitskonferenz (KGK) im Landkreis Tübingen besteht seit 2012 und tagt in der Regel einmal pro Jahr. Unter der Leitung des Landrates beraten Akteure aus dem Gesundheits- und Sozialwesen, Wirtschaft und Wissenschaft, Bildung und Gemeinwesen, aktuelle Fragen der Gesundheit im Landkreis. Sie legen gemeinsam Themen fest, gründen Arbeitsgruppen, verabschieden Handlungsempfehlungen und Arbeitsaufträge und vernetzen sich für die Umsetzung von Gesundheitsprojekten. Die KGK ist somit Teil der Gesundheitsplanung. Grundlage für die Aufgabe bildet das Landesgesundheitsgesetz (§5) und das Gesundheitsleitbild Baden-Württemberg.

Die Geschäftsordnung informiert zum Auftrag und regelt die Zusammenarbeit der Kommunalen Gesundheitskonferenz im Landkreis Tübingen. 

Themen und Arbeitskreise

Die Themen, die in der Kommunalen Gesundheitskonferenz festgelegt werden, werden in folgenden Arbeitskreisen umgesetzt:

  • Arbeitskreis „Regionale Versorgung“
  • Arbeitskreis "Gesund aufwachsen"

Das aktuelle Thema der KGK des Landkreises Tübingen lautet: Förderung der Resilienz und Gesundheitskompetenz

Abgeschlossene Arbeitskreise

  • Arbeitskreis „Sonne und Haut“

Die jeweiligen Projekte der Arbeitskreise finden Sie in der Rubrik „Projekte“.

Geschäftsstelle

Die Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz ist im Landratsamt Tübingen angesiedelt und zu erreichen unter:

Gesundheitsberichterstattung

Aufgaben

Die Aufgaben der Gesundheitsberichterstattung sind die Beobachtung, Beschreibung und Bewertung der gesundheitlichen Situation der Bevölkerung, um Handlungsbedarf aufzuzeigen. Es werden hierzu Daten- und Informationsquellen verwendet, die bereits auf Bundes-, Landes- und Landkreisebene vorhanden sind. Teilweise reicht dies nicht aus, um besondere Problemlagen im Landkreis zu erfassen. Dann ist es erforderlich zusätzlich eigene, kommunale Erhebungen durchzuführen. Gesetzliche Grundlage ist der § 6 des Gesundheitsdienstgesetzes Baden-Württembergs.

Die Gesundheitsberichterstattung liefert „Daten für Taten“ für die Gesundheitsplanung und für konkrete Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention sowie der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung. Erkenntnisse dienen auch als Grundlagen für Entscheidungen der Kommunalen Gesundheitskonferenz.

Eine Übersicht über Programme und Handlungshilfen sowie Fördermöglichkeiten und Wettbewerbe der Gesundheitsförderung, Prävention und Quartiersentwicklung, die in Baden-Württemberg landesweit abrufbar sind, gibt das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg:

Veröffentlichungen

Broschüren und Veranstaltungen

Broschüren

Patientenleitfaden: Rund um einen Krankenhausaufenthalt im Landkreis Tübingen

Die Broschüre Patientenleitfaden „Rund um einen Krankenhausaufenthalt im Landkreis Tübingen““ ist zurzeit vergriffen.

Eine Neuauflage ist in Bearbeitung. Bei Rückfragen steht Ihnen die Geschäftsstelle Kommunale Gesundheitskonferenz zur Verfügung.

Bestellungen der geplanten Neuauflage nimmt das Sekretariat der Geschäftsstelle per E-Mail an gesundheitskonferenz@kreis-tuebingen.de entgegen.

Aktuelle Veranstaltungen

Gremiumssitzung Kommunale Gesundheitskonferenz
24.10.2024

Eltern-Kind-Tag zur Stärkung von Gesundheitskompetenzen in Zusammenarbeit mit der Abt. Landwirtschaft
12.10.2024

Regiokonferenz zur psychischen Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und Eltern der Landkreise Tübingen und Reutlingen
27.06.2024

Abgeschlossene Veranstaltungen

Ausstellung Humanes Papillomvirus (HPV)
Krebsprävention durch Impfschutz.
9.10. bis 26.10.2023
HPV-Flyer zur Ausstellung (PDF/237 KB)

Abschlusstreffen des CCM-Projekts
Am 25.01.2023 fand das Abschlusstreffen des Projekts „Aufbau eines Primärversorgungsnetzwerkes durch das Angebot eines Case- und Care Managements für Arztpraxen im ländlichen Raum“ statt.

Forum Innovative Primärversorgung
Am 20. März 2019 fand in Tübingen das Forum Innovative Primärversorgung in Kooperation mit dem Institut für Allgemeinmedizin und interprofessionelle Versorgung (IAIV) des Universitätsklinikums Tübingen statt. Ziel der Veranstaltung des Arbeitskreises „Hausärztliche und barrierefreie Versorgung“ war die regionale Vernetzung von Ärzt*innen, Medizinstudierenden, Bürgermeister*innen und weiteren Akteuren sowie die Förderung des Austausches. In Impulsvorträgen wurde die Sicht der Medizinstudierenden und ein Best-Practice-Beispiel vorgestellt. Anschließend diskutierten die Teilnehmer in einem World-Café zukunftsfähige Versorgungskonzepte.
Anlass der Veranstaltung war eine schriftliche Befragung aller Hausärzte im Landkreis Tübingen, bei der sich zukünftige Versorgungsengpässe abzeichneten.

Neue Medien: Herausforderung und Chance
Der Arbeitskreis „jugesund - Gesundheitsförderung in der außerschulischen Jugendbildung“ der kommunalen Gesundheitskonferenz veranstaltet am 06.02.2018, von 14:00- 17:30 Uhr einen Fachtag "Neue Medien: Herausforderung und Chance ". Die Durchführung des Fachtages soll als „Kick-off-Veranstaltung“ Fachkräfte und Multiplikatoren im Landkreis Tübingen in den Umgang mit neuen Medien einführen und dafür sensibilisieren. Dabei sollen die Themen in einem fachlichen Diskurs, bestehend aus Vorträgen und Workshops, aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet werden. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Kommunale Gesundheitsförderung mit den Gemeinden Dußlingen und Nehren im Landkreis Tübingen
Der Landkreis Tübingen beriet und begleitete im Jahr 2017 im Rahmen seiner Kommunalen Gesundheitskonferenz die beiden Gemeinden Dußlingen und Nehren in der kommunalen Gesundheitsförderung. Der Ansatzpunkt für Aktivitäten sind die Lebenswelten der Bürgerinnen und Bürger, „dort wo sie spielen, leben, arbeiten und lieben“ (Ottawa-Charta, 1986). Mit dem Beitritt zur „Landesinitiative Gesund Aufwachsen und Leben in Baden-Württemberg“ begaben sich die beiden Gemeinden auf den Weg, ein Konzept zur Kommunalen Gesundheitsförderung zu entwickeln und einzuführen.

Unterstützt wurde das Pilotprojekt durch das Ministerium für Soziales und Integration aus den Mitteln des Landes Baden-Württemberg.

Der Landkreis Tübingen war einer von vier Kreisen in Baden-Württemberg, welche in 2017 für dieses Vorhaben eine Förderung erhielten.

Unter dem Motto „Gesunder Herbst“ fand eine Vortragsreihe zu Gesundheitsthemen in Dußlingen und Nehren statt.

Weitere Informationen

Kontakt

Landratsamt Tübingen
Abteilung Gesundheit
Gesundheitsplanung
Wilhelm-Keil-Straße 50
72072 Tübingen
Fax: 07071 207-93399

Allgemeine Sprechzeiten

Termine nach Vereinbarung

Kontaktübersicht

Übergeordnete Stelle