Aufstiegsfortbildungsförderung AFBG

Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) begründet einen individuellen Rechtsanspruch auf Förderung von beruflichen Aufstiegsfortbildungen, d.h. von Meisterkursen oder anderen auf einen vergleichbaren Fortbildungsabschluss vorbereitenden Lehrgängen. Gefördert werden Teilzeit- und Vollzeitmaßnahmen für Handwerker und andere Fachkräfte, die sich auf einen Fortbildungsabschluss vorbereiten und über eine abgeschlossene Erstausbildung verfügen. Die Förderung wird altersunabhängig geleistet.

Wie sieht die Förderung nach AFBG ("Meister-BAföG") aus?

Gefördert werden Teilzeitmaßnahmen und Vollzeitmaßnahmen. Für beide gibt es den sog. Maßnahmebeitrag. Dieser wird unabhängig vom Einkommen und Vermögen gewährt. Er besteht aus einem Beitrag zu den Lehrgangs- und Prüfungsgebühren und einem Beitrag zu den Kosten des Prüfungsstücks. Bei Vollzeitmaßnahmen kann ein Beitrag zum Lebensunterhalt gewährt werden. Dieser wird einkommens- und vermögensabhängig geleistet.

Für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren  (Maßnahmebeitrag) werden bis zu einem Höchstbetrag  50 % als Zuschuss geleistet. Für den Rest kann ein zinsgünstiges Darlehen in Anspruch genommen werden.
Das Prüfungsstück wird, unter Berücksichtigung eines Höchstbetrages,  bis zur Hälfte der notwendigen Kosten als zinsgünstiges Darlehen gefördert.

Bei Vollzeitmaßnahmen kann für den Lebensunterhalt ein weiterer Zuschuss gewährt werden (Unterhaltsförderung). Für Familien erhöht sich der Unterhaltsbeitrag je Kind und Monat um einen weiteren Förderungsbetrag. Alleinerziehende können darüber hinaus einen monatlichen Zuschuss für die Kinderbetreuung erhalten.


Wer gewährt die Darlehen und zu welchen Konditionen?

Die Darlehen des „Meister-BAföG“ werden bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), 53170 Bonn, beantragt und von ihr gewährt. Die Darlehen sind während der Fortbildung und einer anschließenden Karenzzeit (insgesamt maximal 6 Jahre) zins- und tilgungsfrei. Nach Ablauf der Karenzzeit ist das Darlehen innerhalb von zehn Jahren zu tilgen.

Nach bestandener Abschlussprüfung werden auf Antrag 50 % des zu diesem Zeitpunkt noch nicht fällig gewordenen Darlehens für die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren erlassen.

Bei Gründung oder Übernahme eines Unternehmens kann unter bestimmten Bedingungen ein weiterer Erlass auf das Restdarlehen erfolgen.


Wo und wann ist der Antrag zu stellen?

Für die Bearbeitung der Anträge zuständig sind die kommunalen Ämter für Ausbildungsförderung bei den Kreisen und kreisfreien Städten an Ihrem ständigen Wohnsitz.
Bei Vollzeitmaßnahmen sollte der Antrag vor Beginn der Maßnahme gestellt werden, denn die Förderung mit Unterhaltsbeiträgen erfolgt ab dem Maßnahmebeginn, frühestens jedoch ab dem Antragsmonat. Der Unterhaltsbeitrag kann nicht rückwirkend geleistet werden. Der Maßnahmebeitrag muss spätestens bis zum Ende der Maßnahme (letzter Unterrichtstag), bei mehreren Maßnahmeabschnitten bis zum Ende des jeweiligen Maßnahmeabschnitts gestellt werden.


  
 

Soziales

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Ausbildungsförderung nach BAföG / AFBG

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