Sichere Gesundheitsinformationen
Safer Internet Day – sichere Gesundheitsinformationen im Netz finden
Gesundheitsinformationen finden
Bei Fragen zu Gesundheitsthemen informieren sich viele zunächst im Internet. Doch nicht jede Quelle im Netz ist seriös. Anlässlich des Safer Internet Days am 10. Februar informiert das Gesundheitsamt Tübingen, wie man zuverlässige Gesundheitsinformationen findet und worauf man bei der Recherche achten sollte.
Auf den ersten Blick erscheint die Suche nach Gesundheitsinformationen im Internet einfach: Man gibt einen Suchbegriff oder eine Frage in eine Suchmaschine oder in ein KI-Tool ein und schon erhält man Antworten. Doch nicht alles, was im Internet steht, ist richtig. Jeder kann dort Informationen veröffentlichen, ohne über das entsprechende Fachwissen zu verfügen. Laut einer Studie der Technischen Universität München fällt es ca. 4 von 5 Personen der Internet nutzenden Bevölkerung in Deutschland schwer, die Informationen zu beurteilen.
Beispiele für zuverlässige Internetseiten
Seriöse Informationen zu verschiedenen Gesundheitsthemen bieten zum Beispiel folgende Internetseiten:
- bioeg.de
Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit - gesundheitsinformation.de
Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen - https://dngk.de/verlaessliches-gesundheitswissen
Deutsches Netzwerk Gesundheitskompetenz - www.faktencheck-gesundheit.de
Fakten zum Gesundheitswesen - Das Portal gesund.bund.de des Bundesministeriums für Gesundheit bietet Informationen zu Krankheiten, Vorbeugung, Pflege und Gesundheit. Zusätzlich gibt es dort eine Suchfunktion zum Finden von Arztpraxen, Krankenhäusern und Apotheken sowie die Möglichkeit, medizinische Diagnosen (die als ICD-Code unter anderem auf der Krankmeldung stehen) zu entschlüsseln und leicht verständliche Informationen darüber zu erhalten:
https://gesund.bund.de
Wie findet man selbst seriöse Internetseiten
Eine der wichtigsten Fragen bei der Suche nach zuverlässigen Internetseiten ist: Woher stammt die Information? Auskunft darüber gibt das Impressum. Im Idealfall sollte dort eine seriöse Institution genannt sein. Eine gute Seite erkennt man daran, dass die Namen der Betreiber, der Autorinnen und Autoren und deren Qualifikation sowie die Finanzierungsgrundlage erwähnt werden. Es sollten keine Abhängigkeiten oder finanziellen Vorteile für den Betreibenden bestehen. Zusätzlich kann man überprüfen, wie andere Organisationen die Internetseite bewerten, indem man zum Beispiel in das Suchfeld den Namen der Seite und den Zusatz „Bewertung“ oder „Kritik“ eingibt.
Wichtig zu wissen
Die Reihenfolge der Suchergebnisse sagt nichts über die Qualität der Informationen aus. Häufig handelt es sich bei den ersten Treffern um gekaufte Werbeanzeigen. Daher ist es empfehlenswert, sich mehr als zehn Treffer anzuschauen. Misstrauisch sollte man z. B. werden, wenn bei schweren Erkrankungen von garantierter Heilung die Rede ist, wenn neben den Informationen Werbung zum passenden Produkt erscheint oder wenn über verlinkte Shop-Seiten Produkte verkauft werden. Auch Internet-Foren oder Videos von Influencern können Gefahren bergen. Dort können beispielsweise Fallberichte oder Empfehlungen Einzelner zu finden sein, die nicht auf Richtigkeit überprüft wurden. Es kann sogar vorkommen, dass sich Personen fälschlich als Patientin oder Patient ausgeben, um für Produkte zu werben.
Internet-Recherchen tragen dazu bei, dass sich Bürgerinnen und Bürger über Gesundheitsthemen informieren können. Sie ersetzen jedoch nicht den direkten Kontakt mit einer Ärztin oder einem Arzt.
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