Der Lilli-Zapf-Preis

Der Lilli-Zapf-Jugendpreis zeichnet Gruppen und Einzelpersonen bis zum Alter von 23 Jahren aus, die sich vorbildlich gesellschaftlich und insbesondere erinnerungskulturell engagiert haben. Das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro stellt der Landkreis Tübingen zur Verfügung.
 
Der Preis ist nach der Tübingerin Lilli Zapf (1896-1982) benannt. Er nimmt Bezug darauf, dass Lilli Zapf einerseits in ihrem Buch „Die Tübinger Juden“ bis heute gültige erinnerungskulturelle Forschung geleistet hat. Andererseits zeigte sie bei ihrer jahrelangen Arbeit außergewöhnliche Courage in einer Zeit, die für kritisches Erinnern an NS-Verbrechen vor Ort noch wenig aufgeschlossen war.
 
Unter jugendguide@kreis-tuebingen.de können ständig Vorschläge und Bewerbungen eingereicht werden. Die vorgeschlagenen Projekte oder Personen sollen ihr Projekt im aktuellen Jahr durchgeführt oder präsentiert haben. Bevorzugt werden Projekte, deren Initiative von Jugendlichen ausging oder die Jugendliche hauptsächlich selbst organisiert und durchgeführt haben. Auch Projekte von Jugendverbänden oder Schulklassen im Verband können berücksichtigt werden. Über die Vergabe entscheiden Mitglieder von Jugendvertretungen aus dem Landkreis Tübingen und qualifizierte Jugendguides im Rahmen eines Workshops.
Das Jugendreferat und das Kreisarchiv des Landkreises Tübingen organisieren die Preisvergabe und die Preisverleihung.
 
2001 gründete sich in Tübingen der Verein zur Verleihung des Lilli-Zapf-Jugendpreises. Die 14 Wettbewerbe, die der Verein zwischen 2002 und 2015 durchgeführt hat, waren eine „jugendgemäße Form des Gedenkens und Mahnens“. Welche Schlüsse ziehen Jugendliche heutzutage aus der Verantwortung für das Erinnern? Diese Zukunftsorientierung ist jenseits des Zelebrierens von Ritualen das große Plus und die Tradition des Preises. Seit Auflösung des Vereins zum 31.12.2017 vergibt KulturGUT e.V. diesen Preis. Der Landkreis Tübingen stellt die Preisgelder zur Verfügung. Der Preis wird traditionell am Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus, dem 27. Januar, verliehen.
 

  
 

Öffentlichkeitsarbeit, Archiv und Kultur

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Kultur

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